Sportler des Jahres 2010

Nils Milde, Meike Naumann, Katja Sude

- Waldeck-Frankenberg. Vorab ein Dank an die Leser: So viele haben noch nie gewählt. Die 7748 gültigen Stimmen bei der WLZ-FZ-Sportlerwahl 2010 sind ein Allzeithoch. Ihre Favoriten sind ein Läufer, zwei Werferinnen und ein Team aus dem Reitsport.

Überragend das Ergebnis des Junior-Teams vom RV Edertal: Für seinen fünften Platz bei der Voltigier-DM bekam es 1077 Stimmen – ein Rekord – und es hatte doch nur einen minimalen Vorsprung: Ganze drei Wähler weniger mobilisierte Korbachs Conti-Werksweltmeister im Fußball. Und auch die Handball-A-Juniorinnen der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim sammelten noch Stimmen satt.

Auch Meike Naumann kennt das Gefühl der Wahlsiegerin. Unsere Sportlerin des Jahres vom TSV Frankenberg gewann 2008 schon einmal; zum insgesamt fünften Mal erreichte sie nun einen Podestplatz bei WLZ-FZ – ein Abbild ihrer stetigen Zugehörigkeit zur deutschen Spitze mit Diskus oder Kugel. Meike Naumann ist in Geismar bei Fritzlar zu Hause. 491Stimmen erhielt die Leichtathletin, die in diesem Jahr zweimal DM-Achte im Kugelstoßen der Frauen war. Sie gewann relativ knapp vor der Willinger Biathletin Nadine Horchler (468), die wiederum nur 26 Stimmen mehr erhielt als Tatjana Schilling vom TSV Korbach, eine weitere Leichtathletin.

Den Erfolg der Leichtathletik machte Katja Sude perfekt. Zum ersten Mal überhaupt nominiert, wurde die Diskuswerferin vom TSV Twiste gleich zur Nachwuchssportlerin des Jahres gewählt. Satte 892 Stimmen entfielen auf die B-Jugendliche, die Vierte bei der deutschen Jugendmeisterschaft geworden war. Tobias Göbel, Sportschütze vom SV Meineringhausen, folgte mit 707 auf Rang zwei.

Für Nils Milde, Sportler des Jahres ist „2010 ist super gelaufen, da ist das ein passender Abschluss“, sagte der M35-Hallenweltmeister über 800 und 1500 Meter – kurz bevor er am Donnerstag Richtung Empire State Building aufbrach. Silvester verbringt der Heringhäuser in New York. Mit 873 Stimmen hat er damit den Spieß gegenüber 2008 umgedreht, damals musste er Fabian Bäcker den Vortritt lassen. Der Fußballprofi aus Eimelrod, der im Frühjahr in Gladbach sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte, wurde diesmal Zweiter mit 544 Stimmen. Rang drei ging an Ausdauerläufer Wilhelm Hofmann (450).

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 31 Dezember.

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