Handball, Deutsche A-Jugend-Meisterschaft

SG Oeversee erneut Meister - Bad Wildungen siegt im kleinen Finale - Video

- Bad Wildungen (tsp). Jubel bei der SG Oeversee/Jarplund-Weding: Die Handball-Spielgemeinschaft aus dem Süden Flensburgs hat beim Final-Four um die deutscher A-Jugend-Meisterschaft erneut den Titel geholt. Im Finale besiegten sie den HC Leipzig mit 32:26. ang drei sicherte sich die HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim, die sich gegen die SG ASC/VFV Spandau nach Siebenmeterwerfen mit 27:25 durchsetzte. Fast 600 Zuschauer verfolgten die Finalspiele in der Ense-Halle.

Finale SG Oeversee/Jarplund-Weding – HC Leipzig 32:26 (13:9). Vor dem Turnier war für SG-Trainer Herluf „Shorty“ Linde der HC Leipzig noch der Favorit auf den Titel, in den 60 Minuten war davon nichts mehr zu sehen. Die Norddeutschen hatten sich hervorragend auf den Gegner eingestellt, beeindruckten durch ihre Geschlossenheit. „Dadurch haben wir das Tempo jederzeit hochgehalten“, freute sich Linde nach dem Spiel. Gegen die konzentrierte 6:0-Abwehr mit einer überragenden Torhüterin Nane Sibbersen fehlte den Leipzigerinnen das schlüssige Konzept. Oeversee stand dort betont defensiv, auch weil Leipzig eine wurfgewaltige Spielerin aus dem Rückraum fehlte. Allein das wollte Marion Mendel aber nicht als Grund für die Niederlage anführen. „Wir sind ja in die Wurfsituationen gekommen. Bei 30 Fehlwürfen kann man aber ein Spiel nicht gewinnen“, unterstrich die HC-Trainerin, die ihrem Team „kämpferisch keinen Vorwurf“ machen wollte. Angetrieben von der agilen Mittelspielerin Catharina Volquardsen, die zur besten Spielerin des Turniers gewählt wurde, erspielte sich die SG Mitte der ersten Hälfte eine vier-Tore-Führung (8:4), die bis zur Halbzeit gehalten wurde (13:9). Auch im zweiten Durchgang geriet der Sieg nie in Gefahr, dazu spielte Oeversee viel zu abgeklärt. Leipzig musste gegen die weiter stark stehende Deckung viel Kraft und Zeit aufwenden, beim HC fehlten die einfachen Treffer. Als Christina Schmidtke drei Minuten vor dem Ende das 28:21 erzielte, feierten die Spielerinnen und Betreuer schon ausgelassen.

S piel um Platz drei SG ASC/VfV Spandau – HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim 27:25 nach Siebenmeterwerfen (22:22; 10:12). Die Zuschauer in der Ense-Halle rieben sich verwundert die Augen. Nach dem Debakel im Halbfinale gegen die SG Oeversee hatte wohl niemand den Bad Wildungerinnen eine Chance gegeben – um so mehr beeindruckten die Spielerinnen von Trainer Markus Berchten im „kleinen Finale“. Dank einer bemerkenswerten kämpferischen Einstellung konnten sie dem körperlich fast auf jeder Position überlegenen Gegner Paroli bieten. Vor allem die 3:2:1-Abwehr und die Torhüterinnen fanden zur gewohnten Stabilität zurück. Die HSG attackierte früh und aggressiv, konnte damit die gefährlichen Rückraumspielerinnen Spandaus, Klara Bachmann und Ronja Bohle, über weite Strecken ausschalten. Dramatisch wurde es in der Schlussphase. Sechs Minuten vor dem Ende lag die HSG mit 18:21 in Rückstand, ehe eine Aufholjagd mit dem 21:21 belohnt wurde. Anschließend verwandelte Bohle einen Siebenmeter im Nachwurf zur erneuten Führung, wobei die Spandauerin den Ball klar aus dem Kreis holte. Auf der Gegenseite wuchtete Svenja Ochmann eine Sekunde vor dem Ende einen Freiwurf zum 22:22 ins Netz – es folgte das Siebenmeterwerfen. Hier zeigten sich die Bad Wildungerinnen nervenstark, für Spandau hämmerte Sybille Rehberg den vierten Wurf gegen den Pfosten. Laura Ussia war es dann vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. „Heute haben wir gezeigt, was wir wirklich können“, freute sich Esther Meyfarth.

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