Fussball-Verbandsliga Nord

Die offene Rechnung begleichen

- Korbach (py). Die Stimmung ist blendend, wie sollte es auch nach der jüngsten Siegesserie anders sein. Nun will der TSV/FC Korbach in der Fußball-Verbandsliga Nord gegen die SG Bad Soden nachlegen.

„Es passt im Moment alles zusammen“, freut sich Trainer Ulrich Schwalenstöcker. „Flieden hatte eine starke Truppe, doch wir sind im Moment ein geiles Team“, schwelgte er nach dem 4:2 über den Aufstiegsaspiranten am Mittwoch in Superlativen. „Wir überzeugen durch eine mannschaftliche Einheit, wie ich sie lange nicht erlebt habe. Das war in Süsterfeld so und jetzt gegen Flieden.“ Eine gute Wahl, die personellen Engpässe zu kompensieren. Zur Erinnerung: Süsterfeld ist Erster, und auch Flieden will als Dritter nach dem Abstieg direkt zurück in die Hessenliga. Jetzt kommt Bad Soden, und da erwartet Schwalenstöcker noch einmal alles. „Ich kann mich noch gut an die Schmach von Cordoba 1978 erinnern, als wir gegen Österreich verloren haben“, kramt der TSV/FC-Coach Kindheitserinnerungen hervor. „So ging es uns Anfang des Monats beim Hinspiel in Bad Soden.“ Seine Spieler hätte er nur bei der Passkontrolle, aber nicht auf dem Platz gesehen. „Da wurden wir beim 0:5 regelrecht demontiert. Das können wir so nicht stehen lassen.“ Er habe in der momentanen Lage zwar Verständnis dafür, wenn seine Mannschaft einmal in ein tiefes Loch falle. „Aber nicht gegen Bad Soden. Ich erwarte zwar nicht, dass wir auch 5:0 gewinnen, ein gutes Spiel und ein Sieg würden mir reichen.“ Personell gibt es nur eine Änderung, Benjamin Kahle muss aus Studiengründen passen. Möglich, dass der junge Dennis Fabisch wie gegen Flieden gleich wieder zum Einsatz kommt und Schwalenstöcker hinten mit einer Dreierkette spielen lässt. Das hat Bad Sodens Trainer Martin Bangert noch nicht erlebt. „Ich spiele ja schon lange Fußball, aber dass zu diesem Zeitpunkt noch zwei Drittel der Vereine gegen den Abstieg spielen, ist mir neu.“ Mit 41 Punkten zählt auch seine Mannschaft als Tabellenneunter dazu. „Wir brauchen noch sechs Punkte, das müsste eigentlich reichen.“ Und: „Seit Mittwoch ist Korbach nicht mehr dabei.“ Das heißt also, seine Truppe muss aus der Kreisstadt möglichst einen, besser noch drei Zähler mit auf die weite Heimreise nehmen.„Mit der richtigen Einstellung und Konzentration ist das möglich“, hofft der Coach, fügt dann aber gleich hinzu: „Korbach ist eine spielstarke Mannschaft, die derzeit einen sehr guten Lauf hat.“ Also nimmt er rasch den Druck von seiner Elf, „wir haben in Korbach nichts zu verlieren“. Personell gibt es noch einige Fragezeichen. Sicher ist, dass der rotgesperrte Mittelfeldspieler Denis Citakiglu fehlen wird. Auch Bangert wird mit seiner Wadenzerrung nicht auflaufen. „Für die Mannschaft ist es im Moment eh besser, wenn ich draußen an der Linie stehe.“ Am vergangenen Samstag beim 4:1 gegen Weidenhausen fehlten auch noch Torjäger Müller und Salomon. „Beide werden bis Sonntag wohl fit sein“, hofft Bangert.

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