Polen gewinnt das Teamspringen an der Mühlenkopfschanze vor Österreich - Leyhe und Co. Dritter

Deutsche Springer verpassen vor 21000 Zuschauern Heimsieg

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Mit 21000 Zuschauern war richtig was los an der Mühlenkopfschanze. Doch nicht Bundestrainer Schuster (hinten auf der Leinwand) jubelte über den Teamsieg, sondern die Fans der polnischen Mannschaft

Willingen. Traumkulisse von 21.000 Zuschauern, der Heimsieg für Stephan Leyhe zum Greifen nahe. Und der Lokalmatador selbst dürfte am meisten enttäuscht gewesen sein, dass er nicht gelang beim Teamspringen am Mühlenkopf.

Prächtige Stimmung und polnischer Sieg 

Vor einer Woche gewann Deutschland in Polen. Diesmal drehten Kamil Stoch und Co. den Spieß um, und aus der deutschen Party beim Mannschaftsspringen in Willingen wurde nichts.

Das lag auch an Stephan Leyhe. Als er im ersten Durchgang 134,5 Meter nach unten brachte und in der dritten Gruppe Andreas Wellinger mit 145 Metern den weitesten Sprung des Tages stand, lag Deutschland 20 Punkte und mehr vor der Konkurrenz.

Denn auch andere hatten mit dem wechselndem Wind und Absprungfehlern zu kämpfen. Am Ende aber waren es beim DSV-Quartett ein paar Fehler zu viel. Dritte wurden die deutschen Adler mit mit 910,7 Punkten, hinter den siegreichen Polen (931,5) und Österreich (919,2).

Vor allem Leyhe war die Enttäuschung anzumerken. Er hatte im 2. Durchgang recht schlechte Verhältnisse und kam mit dem Aufwind direkt am Schanzentisch nicht zurecht. Soeben noch auf 120 Meter rettete er den verunglückten Sprung. 

Das polnische Team war am konstantesten, die Österreicher legten im 2. Durchgang zu, während die deutschen Adler nur in Person von Wellinger (139m im 2. Durchgang) die Erwartungen erfüllten.  Markus Eisenbichler (138,0+132,0 m) zeigte zumindest einen starken Sprung, Schlussspringer Richard Freitag (121,5+130,5) rechtfertigte seine Nominierung nicht.

"Ich bin mit der Teamleistung zufrieden. Es war klar, dass es ein zähes Ringen werden würde. Es hat sich halt der ein oder andere Fehler eingeschlichen, aber so ist das halt. Heute waren wir knapp unterlegen", bilanzierte Bundestrainer Werner Schuster.

So muss die deutsche Party noch warten. Auch am Sonntag dürfte es voll werden im Stadion an der Mühlenkopfschanze: Der Einzelentscheid steht auf dem Programm. Der Wettbewerb beginnt um 15 Uhr. Auch die Deutschen zählen zum Favoritenkreis. 

Karten gibt es noch an der Tageskasse. Einlass ist ab 10 Uhr.

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