Finale der Regionalliga und Oberliga am Wochenende in Bad Arolsen

Arolser Bogenschützen: Meistertitel beim Heimspiel?

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ie an der Perlenschnur aufgereiht: Auch beim Regionalliga-Finale in Bad Arolsen werden die Bogenschützen ein interessantes Bild abgeben. Das sportliche Niveau ist auch für Schützen anderer Disziplinen einen Besuch wert.

Bad Arolsen – 2. Bundesliga im Schützenbezirk Waldecker Land? Ganz ausgeschlossen ist das nicht. Ob es soweit kommen könnte, zeigt sich an diesem Samstag beim vierten und letzten Wettkampftag der Regionalliga West der Recurvebogenschützen.

Der SV Arolsen ist Gastgeber – und Tabellenführer. Am Sonntag trägt die Oberliga ihre letzten Wettkämpfe aus – auch dies findet in der Arolser Großsporthalle in der Fröbelstraße statt.

Die Vorbereitung

Die Aufregung steigt bei den Bad Arolsern. Sie stehen sportlich und organisatorisch vor einer Herausforderung, für die sie sich aber gerüstet sehen. Bis zu 60 Helfer werden am Wochenende im Einsatz sein, darunter der nachwuchs der Schützen sowie die Eltern. „Auch der Schützenverein als Gesamtverein hilft uns“, sagt Jan Heimbeck, der auch auf Fan-Unterstützung hofft. „Es darf gerne auch Lärm gemacht werden“, erklärt der Trainer, der zusammen mit Ehefrau Petra den Sportbetrieb leitet. Außer Trillerpfeifen sei jedes „Instrument“ erlaubt.

Regionalliga heißt: Sieben Matches in rund vier Stunden; die acht Mannschaften tragen die jeweils vier Begegnungen parallel aus – ein interessantes Bild für die Zuschauer. Damit diese das Geschehen noch besser verfolgen können, sind zwei Videowände aufgebaut, Kameras übertragen die Duelle live und in Nahaufnahme. 

Muss erst planen, dann schießen: Jan Heimbeck vom SV Arolsen. Foto: pr

Jimmy Hartwich, selbst Bogenschütze beim SV Arolsen, erklärt als Moderator Regeln und andere Dinge. „Das gab's bisher in dieser Saison noch nicht“, so Heimbeck, der als einer der Federführenden in der Abteilung den Spagat schaffen muss zwischen „alles gut vorbereiten“ und „Nerven behalten beim Wettkampf“.

Die sportliche Lage

Heimbeck bildet mit mit Annika Paul, Marc Siebert, Oliver Huber und Oliver Schwich das Regionalligateam der Arolser, das einen Meilenstein für den Verein erreichen könnte: Meister der dritten Liga. „Das wird ein spannendes Finale“, freut sich Teamchefin Petra Heimbeck auf den Showdown vor heimischem Publikum. 

Die bisherigen Wettkampftage haben gezeigt, dass die Nordwaldecker das Zeug zum Titel haben; aber auch, dass es ganz eng zu geht. Neben Arolsen hat der punktgleiche Hammer SC und der hauchdünn dahinter liegende CfB Soest Chancen auf Platz eins. „Aber auch gegen die Teams dahinter kann man verlieren, wenn die Form nicht stimmt“, so Petra Heimbeck.

Den Aufstieg in die zweite Liga rücken die aktuellen Statuten allerdings in weite Ferne. Von den drei Regionalligen (Nord, Ost und West) steigen nur die beiden besten Meister auf: gemessen an der Satzdifferenz. „Da stehen die Topteams der anderen Ligen besser da, weil es dort ein größeres Leistungsgefälle gibt“, erklärt Jan Heimbeck. Gleichwohl haben er und sein Team konkrete Vorstellung vom Samstagabend: „Da sitzen wir beim Italiener und feiern den Titel.“

Das möchte auch der derzeit zweitplatzierte SV Arolsen II in der Oberliga. Und der ausgeglichene und breite Kader könnte am Ende ein Faustpfand sein, da die acht Mannschaften wie im Herbst gleich zwei Wettkampfrunden, also 14 Matches austragen. 

„Wir haben gute Karten auf den Hessenliga-Aufstieg, da wir mit sieben Schützen gut aufgestellt sind“, sagt Jan Heimbeck. Bereits beim zweiten Spieltag hatte es sich bezahlt gemacht, dass der SVA häufig und auf gleichem Niveau wechseln konnte

Der Zeitplan

Am Samstag beginnen die Wettkämpfe in der Großsporthalle um 13 Uhr, die Siegerehrung ist gegen 17 Uhr geplant. Die Oberliga am Sonntag schießt um 9.30 Uhr und noch einmal ab 13.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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