Bad Wildunger gewinnt in Korbach wieder vor Frank Plock

S-Springen: Erst der Regen, dann Daniel Erd

+
Am Ende eine Siegerin: Daniela Hocke war über die Naturhindernisse am schnellsten unterwegs, hier ist sie aber nicht auf Athena unterwegs, sondern mit Anna Carina.

Korbach. Wird Daniel Erd zum Frank-Plock-Schreck? Im Springen der Klasse S*, der schwersten Prüfung beim Reitturnier des RFV Korbach am Wochenende, gewann der Dachdeckermeister aus Bad Wildungen jedenfalls abermals vor dem sieggewohnten Konkurrenten aus Borken.

Ehe die Sportler ihre Pferde satteln konnten, wurde ihre Geduld auf eine harte Probe gestellt. Ein ergiebiger Gewitterschauer hatte die Anlage des RFV Korbach und Umgebung am Ziegelhütter Weg in kurzer Zeit unter Wasser gesetzt, die Prüfung musste um rund 60 Minuten verschoben werden.

Dass es danach überhaupt weitergehen konnte, hatten die Ausrichter ihrem Sandplatz zu verdanken. „So wie hier der Hahn von oben aufgedreht wurde, wäre es bei einem anderen Geläuf kaum möglich gewesen, das Turnier fortzusetzen“, sagte die Vorsitzende Janine Heinze. Sie lobte, die Teilnehmer hätten geduldig gewartet und nach einer Stunde „prima Bedingungen vorgefunden“.

Satte vier Sekunden Vorsprung

Daniel Erd wusste sie zu nutzen. Fast unglaubliche vier Sekunden war er mit seiner zehnjährigen Holsteiner Stute Cool Cosy Girl beim S*-Springer schneller als Berufsreiter Frank Plock mit seiner belgischen Stute Gretel vd Bokke. Schon Anfang Juni in Arolsen hatte Erd den Borkener hinter sich gelassen.

Auf Rang drei folgte in Korbach Shari Zey vom Plock-Stall auf Stute Caluna, die auch Rang vier belegte – vor Erd mit Cape Town de Pierre, der als Fünftplazierter einen Abwurf hinnehmen musste. Insgesamt 19 Teilnehmer waren am Start.

Das Sahnestückchen ganz am Ende

 Für den gastgebenden Reitverein gab es das Sahnestückchen ganz zum Schluss. Die Siegerschleife des traditionellen Korbacher Derbys über Naturhindernisse ging an Lokalmatadorin Daniela Hocke. Sie hatte die selbst gezogene Stute Athina gesattelt und siegte fehlerfrei mit fast fünf Sekunden Vorsprung vor Meike Bax (Bad Wildungen) und Mannschaftskamerad Johannes Bohlig auf dem erst achtjährigen Wallach Cashmen.

Ein weiteres Highlight bei den Springreitern war der Qualifikationswettbewerb um den Sparkassen-Cup, der als Stilspringprüfung der Klasse A* in der ersten Abteilung ausgeschrieben war. Der Sieg ging nach Nordwaldeck. Franziska Gottesmann (Wrexen) gewann das Springen auf dem erfahrenen 18 Jahre alten Wallach Conty mit der Note 8,5 im Normalumlauf und in der Zeit von 33,44 Sekunden. Die zweite Abteilung sicherte sich Susan Morbitzer vom LRFV Arolsen auf Rock For You. (bb)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare