HSG-Linksaußen trifft auf Ex-Klub

Robbens Rückkehr

- Bad Wildungen (jh). Als „spezielles Spiel für mich“ bezeichnet Miranda Robben die Partie in Dortmund, wo sie einst Publikumsliebling war.

Vor ein paar Tagen hat Miranda Robben mit Jochen Busch noch gescherzt. Letzterer ist Sportlicher Leiter der Zweitligahandballerinnen von Borussia Dortmund und gleichzeitig der Vater von Bad Wildungens Neuzugang Annika Busch. Während die Rechtsaußen am Samstag bei ihrem Ex-Verein nach ihrem Muskelteilriss im Oberschenkel noch nicht spielen kann, wird die 2009 aus Dortmund nach Bad Wildungen gekommene Robben um 19 Uhr in der Sporthalle Wellinghofen auflaufen. Dabei hofft die Holländerin, dass Vater Busch, der auch Hallensprecher beim BVB ist, dann möglichst oft ihren Namen nennen muss, was bedeuten würde, dass „Miri“ viele Tore für die HSG erzielt hätte. Damit würden die Chancen auf einen Sieg der Gäste steigen und deren nicht auf den Mund gefallene Linksaußen könnte bei Busch wieder einige Sprüche ablassen. „Ich freue mich auf Dortmund, wo ich zu den anderen Spielerinnen, den Fans und dem Vorstand immer ein gutes Verhältnis hatte „Das wird ein spezielles Spiel für mich“, sagt die Großcousine von Bayern Münchens verletztem Superstar Arjen Robben.

In ihren zwei Jahren beim BVB war die Blondine Publikumsliebling bei den Gelb-Schwarzen. „Das war eine schöne Zeit“, erinnert sich die 23-jährige aus Emmen, die 2007 aus den Handballinternat in Arnhem in den Ruhrpott gewechselt war. Die damalige BVB-Torfrau Jokelyn Tienstra, die heute als Spielerberaterin auch für Miranda tätig ist, hatte die mittlerweile 85-fache Nationalspielerin nach Westfalen gelockt, wo die Torwarttrainerin der holländischen Auswahl ein wenig zur Ersatzmutter von Robben wurde. Während die Borussia im ersten Jahr auch dank der Flügelflitzerin den Wiederaufstieg in die erste Liga schaffte, stieg der auch von wirtschaftlichen Problemen geplagte BVB 2009 sportlich ab, bevor er wegen der Insolvenz der Rhein-Main-Bienen doch noch für ein Jahr in der Eliteklasse blieb. „Zwei Tage zuvor habe ich in Bad Wildungen unterschrieben“, erzählt Robben und spricht auch heute noch von einer „guten Entscheidung“.

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