Fußball-Kreisoberliga Nord

Röddenau verpasst verdienten Punkt gegen Ederbergland II

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- Röddenau (schä). Eine durchschnittliche Leistung hat der Ederbergländer Zweiten gestern Abend zur Rückkehr an die Tabellenspitze der KOL GI/MR Nord genügt. Der TSV Röddenau brannte ebenfalls kein Feuerwerk ab, hätte aber einen Punkt verdient gehabt.

Eigentlich war es eine bemerkenswerte Szene, die sich in der 73. Minute ereignete. Letztlich war sie jedoch unbedeutend: Stefan Weixler war im Zweikampf im Strafraum zu Fall gekommen, und es sah für viele auch nach einer Berührung aus. Ederberglands Stürmer, jahrelang in Röddenau aktiv und nun die zweite Saison beim nicht von allen geliebten FCE am Ball, ersparte sich jegliche Theatralik, stand auf und sagte: „Das war nichts. Ich bin ausgerutscht.“ Dies bestätigten Röddenauer Spieler nach dem Abpfiff. In besagter Szene waren die meisten von ihnen zu Philipp Löffler gelaufen, doch der junge Referee aus Daupthe blieb bei seiner Entscheidung – Elfmeter.

Dogan Citlak verwandelte den Strafstoß unberührt und eiskalt zum 2:1 für die Gäste – es sollte am Ende der Siegtreffer sein. TSV-Coach Cataldo Schirru ärgerte sich später darüber, „dass der Schiedsrichter nicht so viel Rückgrat gehabt hat, seine Entscheidung trotz der klaren Aussage des FCE-Spielers rückgängig zu machen“. Ansonsten hatte Schirru wenig Vorwürfe zu machen, er war wie die meisten der 280 Zuschauer der Meinung, die Gastgeber hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt. „Über ein 1:1 hätten wir uns weiß Gott nicht beschweren können“, meinte auch Ederberglands Trainer Christian Hartmann, der Zweikampfstärke und Einsatzfreude bei seinem Team vermisste.

Vielleicht lag es am frühen Führungstor und der Tatsache, dass insgesamt selten brandgefährliche Szene entstanden in einem fairen, aber an Tempo armen Derby. Dabei begann dies verheißungsvoll. Nach 110 Sekunden schon der erste Torschuss – FCE-Keeper Geiss klärte per Fuß gegen den früh ausgewechselten Dehnert. Keine 40 Sekunden später auch eggenüber der erste Torschuss – drin. Ausgerechnet Weixler war rechts unbedrängt in den Strafraum gezogen und bediente per Heber den mitgelaufenen Danny Trapp, der per Direktabnahme einschob (3.).

In der Folge bot sich bis zum Abpfiff nahezu das gleiche Bild. Der Aufsteiger verbuchte gut 60 bis 65 Prozent Ballbesitz, fand abner kein richtiges Mittel und besaß aber pro Halbzeit nur zwei richtig gefährliche Chancen. Dabei hätte es dann aber auch zumindest einmal klingeln müssen. Kunick visierte das linke Kreuzeck an, doch Wolf köpfte den Ball von der Linie (41.). Und Zich spitzelte – schön freigespielt – das Leder knapp vorbei (43.). In Durchgang zwei hatte er nach einem Steilpass aus vollem Lauf ebenfalls Pech (66.). Da auch Kunicks Kopfball in der Nachspielzeit drüber ging, hatte man am herrlichen, wuchtigen 22-Meter-Freistoß von Manuel Kreppenhofer zum 1:1 (71.) nur wenig Freude: Zwei Minuten später gab es den Elfmeter.

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