Fußball-Verbandsliga Mitte

Saisonausklang ohne Fortune: Ederbergland 0:2 in Wiesbaden

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- Wiesbaden. Das Schaulaufen blieb ohne Punkte. Mit einer 0:2-Niederlage bei Türk Wiesbaden verabschiedet sich der heimische Verbandsligist Ederbergland in die Sommerpause.

Irgendwie musste es ja so kommen: Mit dem 2:0 am Freitagabend im vorgezogenen Saisonausklang haben beide Seiten ihre Tordifferenz ausgeglichen, jeweils 13 Siegen stehen beim FCE 12, beim Türkischen SV 13 Niederlagen gegenüber – eindeutige Zeichen dafür, dass beide eine recht ausgeglichene Saison gespielt haben. Nur einen Unterschied gab es: Dem Klub auf der Hauptstadt, auf dessen Platz demnächst die Bagger zwecks Kunstrasenbau anrücken, registrierten den gewünschten schönen Saisonabschluss, der den Ederbergländern verwehrt blieb. „Wir haben den Gegner zweimal zu Toren eingeladen. Nach dem Rückstand merkte man, je länger es dauerte, dass die Spieler eher das Saisonende als das mögliche Remis im Kopf hatten. Aber das gestehe ich ihnen zu“, sagte Frank Frede. Ederberglands Trainer hatte Youngster Bastian Tihanyi einen Einsatz im Tor geschenkt, ansonsten spielte die Elf vom Pokalsieg am Mittwoch – mit Ausnahme von Heft anstelle von Lerch, der nur für den Notfall mitgefahren war. Von Beginn an war das Aufeinandertreffen eine lockere Angelegenheit – eben so, wie zwei Teams gegeneinander spielen, für die es um nichts mehr geht. „Es ging nicht voll zur Sache, aber beide spielten gefälligen Fußball“, so die Bilanz des Sprechers der Wiesbadener. Die führten zwar zur Halbzeit, doch die Führung hätte eigentlich dem Gast gebührt, der vor allem in der ersten 20 Minuten durch Eickhoff, Möllmann und Citlak vier klare Torchancen hatte. Stattdessen ging der Schuss nach hinten los. Im Mittelfeld vertändelte der FCE den Ball, Orkun Zer nutzte die Einladung zu seinem 24. Saisontor. „Da waren einige gedanklich noch beim Mittwochsspiel, in dem wir uns solche Zögerlichkeiten erlauben konnten. Heute jedoch nicht“, so Frede. Noch vor dem Kabinengang das 0:2, als Bilir eine von der FCE-Deckung verlängerte Ecke am langen Pfosten einköpfte (36.).Im zweiten Durchgang plätscherte die Partie immer mehr dahin, da auf beiden Seiten der letzte Wille, noch einmal hundert Prozent zu geben, fehlte.

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