Verbandstag der Boxer Samstag in Kassel

Sauer bereit zu neuer Amtszeit, Simon geht

- Kassel/Korbach (mn). Hermann Sauer ist bereit, beim bevorstehenden Verbandstag des Hessischen Amateur-Boxverbandes am Samstag in Kassel erneut für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. Das bestätigte der 54 Jahre alte Wellener auf Anfrage. Der selbständige Versicherungskaufmann führt den Verband mit seinen knapp 60 Vereinen seit 2004.

Ein Wechsel kündigt sich im Amt des Jugendwarts an. Nach Angaben Sauers wird Rainer Simon (Greifenstein) in Kassel nicht für eine weitere zweijährige Amtsperiode kandidieren. Diese Personalie wird vor allem beim TSV Korbach mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. An einer Auseinandersetzung zwischen Simon und Abteilungsleiter Reinhard Jassmann um die Nominierung von Jassmanns Sohn Mario für eine Gruppenmeisterschaft hatte sich vor Jahren ein häßlicher Streit entzündet, der zunehmend auf dem Rücken junger Boxer ausgetragen wurde. Geklärt scheinen seit einem Gespräch mit dem TSV-Vorsitzenden Andreas Boltner zumindest die Fronten zwischen Sauer und Jassmann. Um die Nachfolge Simons bewerben sich im Paket zwei Südhessen. Peter Firner (37), Ex-Boxer und heute leitender Trainer beim BC Nordend Offenbach, kandidiert für den Job des Jugendwarts, Daniel Tischer (40) vom Wiesbadener ABC, ebenfalls früher selbst im Ring und heute Coach, möchte Stellvertreter werden. Allerdings gibt es diesen Posten im Präsidium des HABV bisher nicht, Nordend Offenbach hat deshalb den Antrag auf eine entsprechende Satzungsänderung gestellt. In einem Brief an die Vereine schrieben Firner und Tischer Mitte Januar, es sei ihr zentrales Anliegen, „eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen“. Als Seitenhieb auf Simon lässt sich eine Bemerkung interpretieren, in der es um Regeln und Wettkampfbestimmungen geht. Diese dürften niemals einseitig ausgelegt werden: „Entweder eine Regel gilt für alle oder für keinen.“ Brisanz könnte der finanziell in der Klemme steckende Deutsche Boxverband in den Verbandstag tragen. Der DBV hat seine Umlage, die die Verbände zahlen müssen, verdoppelt. Der Landesverband will diese Erhöhung nach Angaben von Sauer, der beim DBV als Vizepräsident für die Finanzen zuständig ist, an seine Clubs „eins zu eins“ weitergeben. Einen weiteren Schwerpunkt will Sauer in Kassel auf die Frage legen, wie sich mehr Kampfrichter gewinnen lassen. An ihnen herrscht im HABV ein Mangel.

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