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Carolin Schäfer nicht für WM nominiert – Siebenkämpferin hat laut Verband Trainingsrückstand

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Rückschlag: Die Bad Wildungerin Siebenkämpferin Carolin Schäfer steht überraschend nicht im Aufgebot für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in den USA.
Rückschlag: Die Bad Wildungerin Siebenkämpferin Carolin Schäfer steht überraschend nicht im Aufgebot für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in den USA. © Sven Hoppe/dpa

Die Nachricht kommt überraschend: Die Bad Wildunger Siebenkämpferin Carolin Schäfer wurde vom Deutschen Leichtathletik-Verband nicht für die WM in Eugene/USA (15. bis 24. Juli) nominiert.

„Wir möchten als Team agieren und mit vollem Fokus die Wettkampf-Tage bestmöglich bestreiten“, sagte Chefbundestrainerin Annett Stein: „Unter den nominierten Athletinnen und Athleten befinden sich zahlreiche Leistungsträger und auch Medaillengewinner der vergangenen Jahre, die das DLV-Team anführen und von deren Erfahrung die Nationalmannschafts-Neulinge profitieren werden.“

Die Nichtberücksichtigung kam auch für Carolin Schäfer und ihre Managerin Katharina Merck überraschend. Die Siebenkämpferin, die für Eintracht Frankfurt startet, war für keine Stellungnahme erreichbar.

„Wir werden die Angelegenheit erstmal nicht kommentieren“, sagte Merck, räumte aber ein, dass die Nicht-Nominierung nicht für die Europameisterschaft in München (15. bis 21. August) gelten würde, die damit nun verstärkt in den Fokus von Carolin Schäfer rücken dürfte.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) begründete die Nicht-Berücksichtigung Schäfers mit ihrem aktuellen Trainingsrückstand. Nominiert wurde dagegen als einzige deutsche Siebenkämpferin Sophie Weißenberg (Leverkusen), die zweite, die noch in Frage gekommen wäre ist Vanessa Grimm aus Hofgeismar, aber sie fällt wegen einer Verletzung aus.

Sophie Weißenberg einzige deutsche Siebenkämpferin bei WM

Weißenberg hat im Mai das Mehrkampf-Meeting in Ratingen gewonnen. Die 24-Jährige sammelte 6273 Punkte. Die Olympia-Siebte Carolin Schäfer belegte bei diesem Wettkampf mit 6170 Punkten Rang zwei. Durch das Fehlen von Schäfer, Grimm und des Kasseler Sprinters Steven Müller ist damit der WM-Kader nordhessischer Athleten weiter geschrumpft. In den USA mit dabei sind allerdings die Deutsche Meisterin im Dreisprung, Neele Eckhardt-Noack von der LG Göttingen und ihre Vereinskameradin Merle Homeier, die im Weitsprung an den Start gehen wird.

Ebenfalls im Westen der USA am Start ist Laura Hottenrott vom PSV Grün-Weiß Kassel, die für den Marathonlauf gemeldet ist.  (sol/sid)

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