Biathlon-Deutschlandpokal: Sven Lohschmidt und Tom Gombert jubeln

SCW-Duo stürmt aufs Treppchen

Gold, Silber, Bronze: Sven Lohschmidt (links), Erster der Verfolgung, bei der Siegerehrung neben Marinus Veit und dem drittplatzierten Tom Gombert.

Kaltenbrunn/Willingen - Sie haben erneut für die besten Ergebnisse gesorgt. Und wie: Sven Lohschmidt holte sich nach Platz zwei im Sprint beim Biathlon-Deutschlandpokal den Sieg in der Verfolgung, Tom Gombert wurde Vierter und Dritter.

Das „recht erfolgreiche Wochenende“, wie es Landestrainerin Susen Fischer bescheiden formulierte, hatte im Biathlonstadion von Kaltenbrunn mit einem Sprint unter Staffelbedingungen begonnen.

Tobias Wanninger landete in der Klasse J17 zwar fehlerfrei in 21:35,6 Minuten schon seinen vierten Saisonsieg, aber hinter der Nachwuchshoffnung des SV Bayer Eisenstein lag Sven Lohschmidt nach den 7,5 km nur 1,5 Sekunden zurück. Dabei hatte der Sportler des SC Willingen trotz der drei Nachlader nach dem Stehendschießen eine Strafrunde laufen müssen. Tom Gombert ersparte sich die 150 Extrameter und wurde mit 36,3 Sekunden hinter Wanninger im 21-köpfigen Feld sehr guter Vierter. „Beide haben sehr konzentriert gearbeitet“, freute sich Fischer.

Bei den vier Zwischenstopps in der 10-km-Verfolgung am nächsten Tag mussten die Nachwuchsbiathleten ohne zusätzliche Patronen auskommen. Bei leichtem Schneefall musste manche Strafrunde gedreht werden, Lohschmidt leistete sich bis zum letzten Stehendschießen schon acht Fehler, lag aber noch gleichauf mit Marinus Veit (WSV Kiefersfelden), der wie Gombert bis dahin nur viermal gepatzt hatte, und Wanninger, der fünfmal vorbei gezielt hatte. „Wir hatten sehr, sehr gutes Material“, konnten sich die Fischer-Schützlinge in den Abfahrten jeweils wieder heranarbeiten, um am Berg ihren Kampfgeist auszupacken.

„Die Entscheidung ist dann beim letzten Schießen gefallen“, so Fischer - zugunsten von Lohschmidt. Der ließ nur eine Scheibe schwarz, Wanninger dagegen drei und Veit zwei. Das reichte für den Willinger, um nach 35:42,9 mit 3,2 Sekunden vor Veit ins Ziel zu stürmen. Gombert wollte da nicht nachstehen, verfehlte abschließend nur noch einmal die Scheibe und wurde mit 29,9 hinter seinem Teamkollegen vom SC Willingen Dritter. Wanninger, 46,8 zurück, blieb nur noch der erste Platz neben dem Podest.

In die Deutschlandpokal-Gesamtwertung ging der Verfolger mit der Nettozeit ein, da war Gombert 30,7 Sekunden hinter Veit Zweiter und Lohschmidt (34,8) Dritter. Veit ist mit 179 Punkten in Führung, gefolgt von Wanninger (163) und Gombert (149), Lohschmidt (139) hat sich auf Rang fünf verbessert.

Sophie Leipold war in der J16 weiblich als 15. im Sprint gestartet, nach einer Strafrunde im Liegendschießen betrug ihr Rückstand 3:16,5 Minuten. Mit einem, so Fischer, „guten Rennen und einer super Schießleistung“, weil nur drei Fehler, steigerte sich die Willingerin mit der siebten Nettozeit des 8-km-Verfolgers auf Platz zehn. Der Abstand auf Siegerin Magdalena Liebscher (31:46,8/5) betrug exakt vier Minuten.

Bei den gleichaltrigen Jungs belegten Janik-Noah Diaz-Weber, Leon Schober und Philipp Rehbein im Sprint die Plätze 14, 18 und 22. In der Verfolgung wurden daraus die Ränge 16, 17 und erneut 22.

Der Saisonhöhepunkt steigt in zwei Wochen mit den deutschen Jugendmeisterschaften in Altenberg. Das Finale des Deutschlandpokals ist vom 21. bis 23. Februar in Oberhof.

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