Hessische Crossmeisterschaften: Wilke, Schalk, Henning, Zoske, und Kuhaupt jeweils mit zwei Medaillen

Auf die Senioren ist Verlass

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Erfolgreich querfeldein. Uli Schalk (TSV Korbach) gewann seine Altersklasse M 60, Hubertus Henning (TSV Korbach) siegte bei der M65 und  Louisa Martin (TSV Goddelsheim) belegte in der W12 den dritten Rang.

Wirmighausen. In den Seniorenläufen hui, in den Rennen der übrigen Altersklassen überwiegend nicht präsent: Waldeck-Frankenbergs Leichtathletik hat bei den hessischen Cross-Meisterschaften am Samstag in Wirmighausen wieder ein sehr gemischtes Bild abgegeben

. Nicht weniger als 16 der 18 Medaillen, darunter acht goldene, gingen an die Alterssportler. Weitgehend Flaute herrschte in den Aktivenklassen. Große Ausnahme waren auf der Mittelstrecke der Männer über 5000 Meter die LG-Eder-Läufer André Bienhaus als Dritter (17:01 Minuten) und Challa Awel als Vierter (17:26). Den Sieg auf der Langstrecke über 8000 Meter sicherte sich Ilyas Iman (LG Fulda) in 26:32 Minuten vor Kilian Schreiner vom ASC Breidenbach.

Bei den Frauen über 5000 Meter dominierte die ehemalige LG-Eder-Läuferin Monika Pletzer (SF Blau-Gelb Marburg) in 18:37 Minuten. Sieben mit zwei Medaillen Auf der anspruchsvollen Laufstrecke mit Start und Ziel auf dem Sportplatz hatten die Akteure mit wechselnden Bodenverhältnissen zu kämpfen. Die Teilstücke, die in der Sonne lagen, waren weich bis matschig, im Schatten dagegen war der Boden gefroren.

Insgesamt sieben Titel gewannen die heimischen Senioren. Über 7000 Meter der M 45 verwies Sven Schröder (LG Eder) in 25:41 Minuten den Battenfelder Thorsten Kramer (LG Wettenberg) sowie seinen Vereinskollegen Marcus Mattner auf die Plätze. Seine zweite Medaille holte Schröder mit dem W40/45-Team der LG, es belegte hinter dem PSV Grün-Weiß Kassel Rang zwei. Ebenfalls zwei Medaillen brachte Herbert Wilke mit. Der für die LAG Wesertal startende Bergheimer wurde in der Einzelwertung der M 55 Zweiter, in der Mannschaftwertung der M 50/55 gehörte er zum siegreichen Team der LAG, das mit 30 Punkten Vorsprung den TSV Korbach (Heinrich Stracke, Joachim Peters, Klaus-Uwe Poetzsch) auf Platz zwei verwies.

Zwei erste Ränge erreichten Ulrich Schalk und Hubertus Henning vom TSV. Schalk gewann einen Tag vor seinem 60. Geburtstag die Wertung der M60 in 22:05 Minuten, Henning trotz leichter Oberschenkelverletzung die M 65 locker in 21:18. Gemeinsam mit Kurt Jerchel bildeten sie das Korbacher Team, das in der M 60/65 (konkurrenzlos) als Erster geführt wurde. In der Altersklasse M 70 und älter brachte der LC Bad Arolsen als einziger Verein eine Mannschaft an den Start. Manfred Zoske, in 25:36 Minuten Zweiter der M70, Heinrich Kuhaupt als Meister der M75 (26:46) und Günter Ernst, Fünfter der M 70, bildeten das erfolgreiche Trio. Über 5000 Meter der Frauen war Sabine Koppe vom SV Buchenberg schnellste Waldeck-Frankenbergerin. Für die Vierte der W 35 zeigten die Uhren 23:49 Minuten an. Beate Wrede (TSV Korbach) wurde in 25:09 Dritte der W 55. Ebenfalls Bronze sicherte sich Kerstin Debus (W 40/LG Eder), Marianne Domes (SV Dodenhausen) lief in der W 65 in 25:38 auf Platz eins.

So stark sich die Waldeck-Frankenberger Senioren bei den „Hessischen“ im Crosslauf zeigten, so schwach war die heimische Leichtathletik in den Schüler- und Jugendrennen aufgestellt. Obwohl die Meisterschaften vor der Haustür stattfanden, starteten in zwölf Altersklassen nur zwölf heimische Läuferinnen und Läufer, und dass zum Teil mit mäßigen Ergebnissen – die Zukunft des Mittel- und Langstreckenlauf ist düster.

Für den einzigen Titel sorgte Elias Koch von der LG Eder über 2000 Meter der M 12. Der in Ellershausen wohnende und von Knut Holzapfel (Reddighausen) trainierte Schüler beeindruckte die Konkurrenz vom Start weg mit einem enorm hohen Anfangstempo. Bis etwa 1500 Meter führte er das Rennen der 12- und 13-Jährigen an, musste dann aber die Führung an zwei ältere Jungen abgeben. Obwohl Elias seinem hohen Anfangstempo Tribut zahlen musste, verwies er M-12-Nordhessenmeister Moritz Kleesiek (SSC Vellmar) in 7:46 Minuten mit vier Sekunden Vorsprung auf Platz zwei.

Seine gleichaltrige Trainingspartnerin Louisa Martin vom TSV Goddelsheim zählte als nordhesssiche Meisterin der W 12 zu den Medaillenanwärterinnen. Dieser Rolle wurde sie in 8:29 Minuten als Rangdritte gerecht – ein Lichtblick in der Waldecker Laufszene. (WH)

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