Leichtathletin des TSV Korbach wiederholt in Malaga ihren Triumph von 2013

Tatjana Schilling W45-Weltmeisterin im Siebenkampf

Ehrenrunde mit Deutschlandfahne: Tatjana Schilling, Weltmeisterin 2018 im Siebenkampf. Foto: pr

Malaga. 2013 war sie erstmals Weltmeisterin im Siebenkampf, jetzt ist sie es wieder. „Die Krone ist mir und ich bin überglücklich“, kommentierte Tatjana Schilling ihren W45-Triumph bei den Titelkämpfen der Leichtathletik-Senioren in Malaga.

Bereits nach dem ersten Tag hatte sie mit über 400 Punkten Vorsprung die 15 Konkurrentinnen auf Distanz gehalten (wir berichteten).

Dabei hatte der zweite Tag mit einem richtigen „Breakdown“ begonnen, wie die 47-Jährige vom TSV Korbach schrieb. „Die mentale Stärke vom Vortag war verflogen und ich stand vollkommen neben mir. Erst ein Telefonat mit meinem Lebensgefährten gab mir meine Kraft zurück.“

800 Meter zum Genießen

Der Weitsprung lief, wie zuvor schon der Hochsprung, wegen ihrer anhaltenden Knieprobleme nicht besonders gut. Trotzdem bedeuteten die 5,06 Meter in der Sandgrube die Bestmarke im Wettbewerb und den Ausbau der Führung. Wesentlich besser klappte es danach mit dem Speer. „Mit drei gültigen Versuchen und 29,13 Metern bin ich in die Nähe meiner Bestleistung gekommen“, erklärte die Europameisterin.

Vor den abschließenden 800 Metern war Schilling der Titel praktisch nicht mehr zu nehmen. „Eigentlich brauchte ich nur noch locker durchkommen, aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch hier versucht hätte meine optimale Leistung abzurufen“, gab die W45-Seniorin noch einmal alles. „Es gibt nichts Schöneres, als unter dem Applaus der Zuschauer auf der Zielgeraden die führende Linda Akermann zu überholen und als Erste die Ziellinie zu überqueren und zu wissen jetzt bin ich Weltmeisterin.“

5888 Punkte eingesammelt

Am Ende hatte die Korbacherin 5888 Punkte eingesammelt und verwies ihre Teamkollegin Manuela Gross (5391) und die Schwedin Catrine Eriksson (5143) auf die nächsten Plätze. Schilling: „Diese Goldmedaille bedeutet mir unendlich viel. Ganz oben zu stehen und die Nationalhymne zu hören, bleibt einfach das absolute Highlight. (r)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel