Fußball-Verbandsliga

Sieg gegen Niederaula Pflicht

- Korbach (py). Mit der Vorbereitung in Helmscheid zu drei Punkten gegen das Schlusslicht: Die Verbandsliga-Fußballer des TSV/FC Korbach haben vor dem Heimspiel am Samstag gegen Niederaula/Hattenbach endlich einen festen Ort zum Trainieren gebucht.

„Wir haben schon die Absicht, uns dort häuslich einzurichten. Die sanitären Anlagen sind in Ordnung, und wir haben jetzt eine feste Anlaufstelle“, sagt Trainer Ulrich Schwalenstöcker. Zuletzt hatten die Korbacher sich wechselnde Plätze fürs Training in den Ortsteilen suchen müssen. Der Sportplatz im Korbacher Ortsteil liegt seit einigen Jahren brach – also ein naheliegendes Ausweichgelände für den TSV, seit auf der Hauer die Vorarbeiten für den neuen Kunstrasenplatz begonnen haben. Allerdings fehlt Flutlicht. Obwohl die Kabel bereits verlegt sind, liegen die neuen Flutlichtmasten noch im Gras. Selber aufstellen konnten die Fußballer sie nicht, also haben sie am Dienstag eine Stunde früher trainiert als üblich. „Da haben wir eben unsere Methodik umgestellt, am Anfang standen balltechnische Spielformen im Vordergrund, dann haben wir im Dunkeln noch etwas für die Kondition gemacht“, erläutert Schwalenstöcker. Ab der kommenden Woche, wenn auf Sommerzeit umgestellt ist, ist es abends ja länger hell. Vielleicht stehen ja auch bald die Flutlichtmasten. Ausreden vor der Partie gegen das Schlusslicht Niederaula sind die Umstände nicht. „Wir müssen unbedingt aus den bekannten Gründen die drei Punkte holen“, sagt Schwalenstöcker ohne Wenn und Aber. Und warnt vor Überheblichkeit: „Es ist immer gefährlich, gegen eine Mannschaft zu spielen, die mit sechs Punkten abgeschlagen Tabellenletzter ist.“ Dass die Partie auf der Hauer in Frage stehen könnten, davon will der Trainer nichts wissen. „Wenn Blau-Gelb Korbach ein Spiel im Stadion austragen kann, dann wohl wir doch auch.“ Fehlen wird am Samstag weiter Andreas Becker wegen einer Knöchelprellung. Für die Gäste ist Korbach das erste Pflichtspiel nach der Winterpause – und die Verbandsliga-Premiere für Stefan Lendowski. Der 42-Jährige hat als Nachfolger des zurückgetretenen Norbert Rickert, der beim Hessenligisten SVA Bad Hersfeld angeheuert hat, die Aufgabe, den höchstwahrscheinlichen Abstieg des Aufsteigers abzuwickeln. „Wir wollen uns jetzt einfach vernünftig aus der Verbandsliga verabschieden“, formulierte der SG-Vorsitzende Martin Diebel bei der Vorstellung des neuen Übungsleiters. 20 Punkte trennen den Tabellenletzten vom Relegationsplatz – da glaubt kaum einer mehr an den Klassenerhalt. Zum Abschied aber hatte Rickert mit dem 3:1-Erfolg in Dörnberg ein Zeichen gesetzt. Der erste Sieg, wenn er auch schon Monate zurückliegt, könnte neue Kräfte bei den Spielern wecken. Gegangen ist in der Pause keiner von ihnen, verletzt derzeit auch keiner. Und Lendowski will das Unmögliche wenigstens versuchen. „Bis nach Ostern wissen wir, wohin der Weg führt“, misst er dem Spiel am Samstag große Bedeutung bei. Viel weiß der Übungsleiter, der in seiner Zeit bei Hessen Hersfeld zweimal auf Korbach traf, vom Gegner nicht. „Korbach ist für mich ein unbeschriebenes Blatt“, bekennt er: „Ich höre immer nur etwas von einem Osterhold, der einer der Toptorjäger der Verbandsliga sein soll.“ Näheres will er von Spielern und dem Vorstand erfahren.

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