Skispringen: FIS Team-Tour

Ski-Club rüstet mit Eigenbau auf

- Willingen. Alle sind stets bemüht, die Bedingungen für das Willinger Weltcup-Skispringen zu verbessern. Nun soll eine neue Rillenfräse für eine optimale Anlaufspur sorgen. Der Test des Geräts Marke Eigenbau war jedenfalls erfolgreich.

Die Idee dazu hatte der russische Cheftrainer Wolfgang Steiert. Im Gespräch beim letzten Willinger Weltcup mit Schanzenchef Wolfgang Schlüter erzählte der Schwarzwälder, dass Rillen in der Anlaufspur eine noch bessere Skiführung für die Springer bringen würden, da sich dadurch unter den Ski ein Luftpolster bilde. Und da der Anlauf unter den weltbesten Weitenjägern immer ein Thema ist, hat der ohnehin schon für seine hervorragende Anlaufspur bekannte Ski-Club Willingen den Vorschlag aufgegriffen und sich der Sache intensiv gewidmet. „Es gibt heute Spurgeräte, die eine solche Fräse gleich mit eingebaut haben“, erzählt Schlüter, „aber die kosten eine Menge Geld“. Doch da ist ja noch der Einfallsreichtum der Upländer. Nach zahlreichen Gesprächen von Schlüter und seiner rechten Hand Andi Rohn machte sich der bei der Gemeinde Willingen beschäftigte Herbert Asmuth ans Werk. Mit handwerklichem Geschick setzte der Usselner die Idee um und sparte damit viele Tausend Euro ein. Das Gerät Marke Eigenbau sorgt wie an der Schnur gezogen für eine einen Zentimeter breite und sechs Millimeter tiefe Rille. Pro Anlaufspur sind zwei Zusatzrillen vorgesehen, um die Bedingungen für die Sportler auf der Schussfahrt in Richtung Schanzentisch zu optimieren. Das Team Anlauf mit dessen Chef Michael Groß – und mit Herbert Asmuth – will am 23. und 24. Januar den Anlauf belegen und die Spuren ziehen.Auf der Suche nach einem Namen für das neue Gerät schauten sich Schlüter und der beim Weltcup im Team Anlauf arbeitende Asmuth erst fragend, dann schmunzelnd an: „Herbie 1“. Vielleicht hat aber auch Wolfgang Steiert einen weiteren guten Vorschlag parat. (dit)

Mehr zum Weltcup in Willingen lesen Sie in unserer Printausgabe am Donnerstag.

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