Deutscher Doppelsieg in Rumänien

Weltcup auf der kleinen Schanze: Nur Geiger besser als Leyhe

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Wieder bei der Siegerehrung dabei: Stephan Leyhe war als Zweiter zum Auftakt in Rasnov Teil zwei des deutschen Sieger-Duos neben Karl Geiger.

Deutscher Doppelsieg bei der Skisprung-Weltcup-Premiere in Rumänien. Karl Geiger gewinnt vor Stephan Leyhe.

Rasnov – Klar hätte Stephan Leyhe gerne seinen zweiten Weltcup-Sieg gefeiert. Aber wenn ihn der deutsche Teamkollege wegschnappt, dann geht das schon in Ordnung. Der Schwalefelder freute sich im Finale beim Springen auf der Normalschanze in Siebenbürgen über 0,2 Punkte Vorsprung auf Stefan Kraft und die Gewissheit, auf dem Podest zu stehen.

Und dann war auch Sekunden später schon Karl Geiger gelandet – wie im ersten Durchgang bei 100 Metern – und gab Leyhe wie dem gesamten deutschen Team erneut Grund zum jubeln. Mit sechs Punkten Vorsprung gewann Geiger (270,3 Punkte) den Weltcup in Rumänien und bewies: Auf der kleinen Schanze bin ich der Herr im Haus.

Nach einigen Weltcups ohne Podestchance meldete sich der Allgäuer zurück, nachdem er bereits im Januar in Predazzo auf der Normalschanze gewonnen hatte – gleich zweimal.

0,2 Punkte Vorsprung für Leyhe

Dass die Deutschen unter Trainer Stefan Horngacher, bei dessen Trainingsarbeit der Absprung eine große Rolle spielt, viele Fähigkeiten für das Springen auf der kleinen Schanze mitbringen, bewies auch wieder Stephan Leyhe; im Januar 13. und Sechster in Predazzo.

Nach Platz zwei in der Qualifikation und Rang fünf im gestrigen Training untermauerte Platz zwei nach dem ersten Durchgang die aktuelle Verfassung des Upland-Adlers. Nur um einen Meter verpasste Leyhe die 100-Meter-Marke, lag 1,3 Punkte vor dem Österreicher Kraft.

Und dieses Polster trug letztlich zum zweiten zweiten Platz nach Sapporo bei. Denn im Finaldurchgang der besten 30 wurde es ganz eng zwischen Leyhe und dem Weltcup-Führenden, die beide 97,5 Meter sprangen. Um zwei Zehntel hatte schließlich der Schwalefelder (264,7) die Nase vorn. „Man sieht: Wenn man mal einen Weltcupsieg in der Tasche hat hat, hat man auch die Nerven besser im Griff“, lobte ARD-Experte Dieter Thoma den Willingen-Sieger.

"Es war ein sehr guter Wettkampf für uns. Die Sprünge passen soweit gut und Selbstvertrauen ist da", sagte Leyhe zum Auftritt des deutschen Topduos.

Es war der erste deutsche Doppelerfolg seit Dezember 2017, als Richard Freitag in Titisee-Neustadt vor Andreas Wellinger gewann. Hinter Geiger und Leyhe hatten auch Pius Paschke (10.), Markus Eisenbichler (11.) und Constantin Schmid (15.) den zweiten Durchgang erreicht. 

Severin Freund schrammte bei seinem Comeback als 32. knapp an Weltcup-Punkten vorbei. Am Samstag (12.45 Uhr/ARD) steht ein weiteres Einzel an. (schä)

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