Teamkollegen leiden mit verletztem Upländer Skispringer

Stephan Leyhe grüßt vom Krankenbett

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Daumen hoch: Nach seiner Kreuzband-Operation grüßt Stephan Leyhe per Fotobotschaft aus der Klinik.

Stephan Leyhes Kreuzbandriss sorgt im Lager der Skispringer und weit darüber hinaus für Betroffenheit.

Willingen/München– Im Internet, auch auf der WLZ-Facebookseite, wünschen nicht „Free Willis“ und Fans dem Upland-Adler nach erfolgreicher Operation in München eine erfolgreiche Reha.

Das schreibt auch Severin Freund, der selbst nach mehreren Verletzungen wieder um Anschluss kämpft und mit einem Bild von der Silbermedaille bei der Skiflug-WM 2016 Mut macht: „Das bisher Größte was wir zusammen geholt haben.... Ich werde alles dafür tun, dass da noch was dazukommt und bei dir bin ich mir da nach der Saison sowieso sicher“, schreibt Freund bei Facebook.

Geiger: Fühlt sich nicht wie Happy end an"

Auch Karl Geiger kann sich nicht so recht freuen, trotz seiner tollen Ergebniss: „Wir haben den Nationencup gewonnen, ich bin super zufrieden mit meinem Winter. Aber wir haben die Saison nicht beenden können, ein Teamkollege ist verletzt. Im Moment fühlt sich das nicht wie ein Happy End an. Es sind gemischte Gefühle.“ Denn in erster Linie der Allgäuer und der Upländer brachten dem deutschen Team in dieser Saison die Erfolge.

Leyhe war am Freitag in München operiert worden. Willingens OK- und Ski-Club-Chef Jürgen Hensel hat lange mit ihm telefoniert, auch die Olympiasiegerin Petra Behle, die ihn betreut.

Leyhe: "Es geht mir sehr gut"

Der 28-Jährige selbst registriert die vielen guten Wünsche und versucht, positiv mit dem Schock umzugehen.  Via Facebook grüßte er alle Fans: „Hallo Leute, mir geht es sehr gut, ich habe keine Schmerzen und die Operation ist sehr gut verlaufen. Das war nicht ganz das Saisonfinale wie ich es mir vorgestellt habe. Aber ich blicke doch auf eine erfolgreiche Saison zurück. Gleichzeitig aber auch nach vorn“, sagte Leyhe gefasst und lässt alle Fans grüßen: "Mit der erfolgreichen Operation sind die Voraussetzungen geschaffen, um in den nächsten Monaten konzentriert in der Reha zu arbeiten und dann die Heim-WM in Oberstdorf ins Visier zu nehmen."

Bis zu den Heim-Weltmeisterschaften (23. Februar bis 7. März 2021) in Oberstdorf wird es für Leyhe ein Wettlauf mit der Zeit. Ein Wettlauf, in dem er nichts überstürzen darf - das lehrt das Beispiel Severin Freund. Oder auch das Beispiele Andreas Wellinger und David Siegel. Der Olympiaseiger scheint wieder auf die Schanze gehen zu können, Siegel muss noch warten.   (be)

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