Weltcup in Willingen: Platz sieben in der Quali - Stoch siegt vor Freitag

Prima Einstand für Stephan Leyhe

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Prima Einstand bei "Willingen five": Stephan Leyhe steht bei seinem Heimweltcup im Blickpunkt.

Willingen. Da ist die Faust. Wann hat man das einmal gesehen bei Stephan Leyhe? An diesem Freitag reckte er sie in den Himmel. Genau im richtigen Moment. Bei der Qualifikation des Heim-Weltcups.

Es dürfte am sehr guten Einstand gelegen haben: Mit den besten Aufwind, ein stimmungsvoller Empfang der  9600 Zuschauern am Fuß des Mühlenkopfs und 143 Meter – weiter sprang zum Auftakt in Willingen gestern niemand, wobei die Top zehn der Springer eine Luke weiter unten losfuhren. 

Das breite Grinsen über Platz sieben in der Quali für den Wettkampf an diesem Samstag war Leyhe nicht zu nehmen, zumal auch Bundestrainer Werner Schuster einen „richtig guten Sprung“ sah. Als zweitbester Deutscher vor Markus Eisenbichler (11.), Andreas Wellinger (13.) und Karl Geiger (26.) war der Lokalmatador aus Schwalefeld zufrieden, sah eine „deutliche Steigerung“ zu seinen Trainingssprüngen auf 136,5 und 127 Meter.

 „Ich habe es an der Kante besser umgesetzt, dann geht es gleich die vier, fünf Meter weiter“, sagte der 26-Jährige. Seine Zielsetzung für das Wochenende: Solche Sprünge wiederholen. „Top 15 wäre ok, Top 10 wäre super.“

Stoch knapp vor Freitag  

Mit rund sechs Punkten Rückstand auf Kamil Stoch liegt Leyhe in der neuen „Willingen five“-Wertung – alle vier Einzeldurchgänge und die Qualipunkte werden addiert – sogar auch noch gut im Rennen. „König Kamil“ strich mit 142,5 Metern (133,9 Punkte) und den besten Haltungsnoten die erste Siegprämie ein. Der Pole verwies Richard Freitag auf Rang zwei, der bei schlechteren Bedingungen mit 139,5 Metern (132,0) auch fast alles abrief. 

Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande aus Norwegen (142,5/131,7) wurde vor Landsmann Johann Andre Forfang (143/131,0) Dritter. Überzeugend neben Norwegern und Deutschen: Die Slowenen, angeführt auf den Rängen fünf und sechs von Tilen Bartol und Zakopane-Sieger Anze Semenic, der ein Zehntel vor Leyhe lag.

Pech hatte der kurzfristig ins Team gerückte David Siegel – Disqualifikation wegen fehlerhaften Anzugs. Er war bereits an der Materialkontrolle vorbei, musste aber vom Balken zurück wegen schlechten Windes. Beim zweiten Anlauf erwies sich der Springeranzug plötzlich als zwei Zentimeter zu luftig. Am Sonntag darf er aber ran, weil es für das zweite Einzel keine Qualifikation gibt.

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