Zweite Linksaußen löst ihren Vertrag beim Erstligisten auf

Sophia Bepler verlässt Vipers

+

- Bad Wildungen (jh). Der angehenden Lehrerin aus Hüttenberg sind die Belastungen durch Studium und Sport offenbar zu hoch. Der HSG-Etat wird durch ihren Abgang geringfügig entlastet.

Auf die Frage, welche Gabe sie gerne besitzen würde, antwortete Sophia Bepler vor knapp acht Wochen im WLZ-FZ-Fragebogen „ich über mich“: „Mich von Hüttenberg nach Bad Wildungen zu beamen – das würde viel Zeit sparen.“ Und auf die Frage, welche Schlagzeile sie gerne über sich lesen würde, fügte die Linksaußen an. „Sophia Bepler schafft Studium und konzentriert sich voll auf die Bundesliga.“ Einige Wochen nach diesen Aussagen hat die Mittelhessin den hohen Belastungen offenbar Tribut gezollt. Laut einer Pressemitteilung der HSG Bad Wildungen verlässt die 24-Jährige die Vipers mit sofortiger Wirkung auf eigenen Wunsch.

„Meine berufliche Zukunft steht aktuell im Vordergrund“, ließ sich Bepler zitieren, die ein Lehramtsstudium in Gießen absolviert. Beim Erstliganeunten war die Spielerin mit der Rückennummer 19 hinter Kapitänin Miranda Robben die Nummer zwei auf der Linksaußenposition. Ihre relativ geringen Einsatzzeiten sollen bei ihrer Entscheidung sich von Bad Wildungen zu verabschieden keine Rolle gespielt haben. In fünf Spielen erzielte die Rechtshänderin drei Tore für die Vipers, die am Montag nach zehntägiger Pause das Training wieder aufgenommen haben. „Ich war gerne hier und die Zeit war sehr lehrreich für mich. Ich hoffe, dass Team schafft den Klassenerhalt. Die Vipers haben eine gute Mannschaft“, sagt Bepler über ihren Ex-Klub, zu dem sie vor der Saison vom Drittligisten SG Kleenheim gewechselt war.

Sportlich ist der Abgang der große Kämpferin, die bei ihren Kurzeinsätzen zeigte, dass sie die gewünschte Entlastung für Robben sein kann, eine Schwächung für die HSG. Dagegen dürfte Geschäftsführer Dirk Ex den Weggang der Lehramtsstudentin aber aus finanziellen Gründen auch mit einem lachenden Auge sehen. Obwohl Bepler als Linksaußen keinen allzu üppigen Vertrag bei den Vipers gehabt haben dürfte, entlastet die Auflösung ihres Kontrakt den überzogenen Etat der HSG wenigstens etwas. Ex bedauert Beplers Schritt „sehr, zumal Sophia in unseren Kaderplanungen über die Saison hinaus eine wichtige Rolle gespielt hat. Ab sofort erteilen wir aber die Freigabe und denken, dass es vor allem für Sophia momentan das Beste ist“, sagte der Vipers-Verantwortliche.„Sophia und wir werden in Kontakt bleiben, wir hoffen darauf, dass wir einen Konsens für die Zukunft finden“, fügt Ex an, so dass Bepler vielleicht doch noch einmal den Weg nach Bad Wildungen zurückfindet. „Eventuell gibt es ein Comeback bei den Vipers“, sagt diese selbst und kann sich ein zweites Engagement bei der HSG vorstellen. Zunächst hat Bepler nun aber mehr Freizeit, was ihr helfen könnte, dass sie nicht mehr einschläft, sobald der Fernseher läuft, was sie im WLZ-FZ-Fragebogen als ihre schlechteste Angewohnheit genannt hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare