Biathlon

Sophie Leipold Sechste

Oberhof - Die Ergebnisse waren durchwachsen. „Aber sie waren auch nicht anders zu erwarten“, sagte Hessens Verbandstrainerin Susen Fischer zum Abschneiden der Sportler des SC Willingen beim Biathlon-Deutschlandpokal in Oberhof.

„Wir mussten erst einmal wieder reinkommen in die Wettkämpfe.“ Die Plätze sechs und zehn von Sophie Leipold und Rang elf von Tom Gombert waren dabei die beste Ausbeute.

Zu erwarten deshalb, weil der schlechte Winter immer wieder zum Improvisieren gezwungen hat. In der Vorbereitung musste ständig nach Möglichkeiten zum Schneetraining gesucht werden, dazu fielen die ersten beiden Deutschlandpokale aus. „Alle mussten erst einmal wieder das Gefühl von Schnee unter den Füßen bekommen“, sagte Fischer.

Das gelang nun in Oberhof, der Weltcuport sprang ein und ermöglichte zumindest zwei Sprints. „Es gab nur die eine Runde, die aber nicht einfach war“, so die Trainerin. Es gab an beiden Tagen auf der teilweise vereisten Spur zahlreiche Stürze, einige Sportler mussten sogar zur Versorgung ins Krankenhaus gebracht werden.

Im 7,5-km-Sprint am Samstag erwischte es auch Tom Gombert (Jugend II), aber er blieb unverletzt. Nach drei Strafrunden hatte der D/C-Kader-Athlet 3:02,5 Minuten Rückstand auf Sieger Dominic Schmuck (SC Schleching, 21:35,2/2) und wurde 15. Direkt vor ihm landete Lennard Willems (24:25,4/2).

Am zweiten Tag wurde unter Staffelbedingungen gesprintet, also mit drei Nachladern. Zwar hatte Gombert die schnellste Laufzeit des jüngeren Jahrgangs 97, „aber er hat die letzten beiden Scheiben nicht weggekriegt“, so Fischer. Fast zwei Minuten am Schießstand und die Strafrunden summierten sich, in 23:17,6 wurde er Elfter. Vorn landete David Zobel (SC Partenkirchen, 20:51,9/0). Willems (24:51,5/2) kam auf Platz 20. „Er bringt seine Trainingsleistungen nicht rüber“, beschrieb Fischer das Ergebnis. Sven Lohschmidt war krankheitsbedingt nicht am Start.

Bei der Jugend 17 hat Philipp Rehbein nach zwei auch krankheitsbedingt „verkorksten Wintern“ einen guten Einstieg gefunden. Im ersten Sprint ließ er zwei Scheiben schwarz und wurde mit 3:02,3 Rückstand auf Simon Groß (SC Ruhpolding, 23:18,2/2) als 13. notiert. Im zweiten Rennen nutzte er die Zusatzpatronen, um gleich wieder auf die Strecke zu können, nach 24:44,0 war er als Zwölfter im Ziel. Sieger war Janik Bartram (SC Buntenbock, 22:17,2/0). „Gegenüber den Vorjahren hat er die Zeitrückstände deutlich verringert“, erklärte Fischer, „aber er braucht sicher noch zwei, drei Wettkämpfe.“

Sophie Leipold startete mit Platz zehn über die 6 km der Jugend 17. Inklusive ihrer vier Strafrunden kam sie auf 24:42,1 Minuten, Siegerin Magdalena Liebscher (SSV Altenberg) benötigte 21:56,3/1. Eine starke Vorstellung am Schießstand mit nur einem Nachlader bei zehn Schuss war der Grundstein für Platz sechs im zweiten Rennen des 21er-Feldes. Ihr Rückstand auf Juliane Frühwirth (20:18,7/0) betrug 2.38,3.

Die Plätze zwölf (25:17,9/3) und 22 (26:42,3/3) sprangen für Leonie Litzenbauer bei den Jüngsten der Jugend 16 heraus. „Laufen war gut, aber das Schießen war unbefriedigend“, beschrieb Fischer die Leistungen.

In drei Wochen ist der nächste Deutschlandpokal, diesmal planmäßig in Oberhof. Am kommenden Wochenende ist in Kaltenbrunn der erste Schülercup. Susen Fischer unterstützt den jüngeren Nachwuchs in der Vorbereitung. Gleichzeitig trainiert sie mit Tom Gombert, der von dort dann zu den europäischen Winter-Jugendspielen (EYOF) ins Montafon reist.

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