Topzeiten beim 3-Berge-Lauf des SV Dodenhausen

Spezialisten schreddern alte Rekorde

Die ersten Meter am Dodenhäuser Sportplatz. Das Teilnehmerfeld beim 3-Berge-Lauf ist noch dicht beieinander. Das ändert sich bald.
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Die ersten Meter am Dodenhäuser Sportplatz. Das Teilnehmerfeld beim 3-Berge-Lauf ist noch dicht beieinander. Das ändert sich bald.

Dodenhausen - Ob‘s Zeiten für die Ewigkeit sind, weiß man nicht. Aber die Streckenrekorde, die Frank Hardenack und Lea Bäuscher auf der Königsetappe des 3-Berge-Laufs aufgestellt haben, werden schwer zu knacken sein.

Der 38 Jahre alte Ultra-Marathonläufer Hardenack aus Neuenkleusheim bei Olpe war als Favorit auf die 26,2 Kilometer lange Strecke gegangen – 60 Aktive nahmen den Lauf über Hohes Lohr, Jeust und Wüs­tegarten mit 950 Höhenmetern in Angriff. Mit seiner Bestzeit von 3:26:20 Stunden über 50 Kilometer war der Sauerländer als Topfavorit gehandelt worden.

Hardenack füllte die Rolle souverän aus. In 1:44:17 Stunde verbesserte er den sechs Jahre alten Streckenrekord von Dennis Mehlfeld (Lübecker SC) um 61 Sekunden.

Noch deutlicher lag Lea Bäuscher unter dem alten Rekord für die Frauen. Der 32 Jahre alte Friedbergerin, die der Nationalmannschaft im Berglauf angehört, verbesserte die bisherige Bestmarke um fast sechs Minuten auf 1:58:15 Stunde. Die Spezialistin hatte zuletzt bei der Berglauf-WM in Interlaken über 42,195 Kilometer in 3:55:59 den 26. Platz belegt. In Dodenhausen hatte Lea Bäuscher einen Vorsprung von 33 Minuten.

Gute Leistungen über die 26,2 Kilometer zeigten auch heimische Läufer. M40-Sieger Markus Schraub aus Rosenthal passierte das Ziel als Zweitschnellster in 1:50:28 Stunde und war nur 36 Sekunden langsamer als bei seinem Sieg im Jahr 2012. Dritter der Gesamtwertung wurde Thomas Schiller vom MTV Kromberg (M45) in 1:57:27 Stunde.

Bei idealen Bedingungen wurden insgesamt 167 Aktive am Start gezählt. Die meisten auf der Mittelstrecke über 13,7 Kilometer. Die schnellste Zeit lief Bernardo-Sabanes David von den Sportfreunden Blau-Gelb Marburg in 54:25 Minuten. Der Sieger des Zehn-Kilometer-Rennens von Frankenberg hatte knapp zwei Minuten Vorsprung vor dem zehn Jahre älteren Thomas Hasenauer (LG Eder), der in 56:16 die M 40 gewann. Klassensiege feierten auch Peter Groß (SV Dodenhausen) in der M45 (57:23) und Ulrich Wolf (TV Wetter) in der M50 (57:56).

Für eine der stärksten Leistungen sorgte Hubertus Henning vom TSV Korbach. Der 63 Jahre alte Rentner aus Nieder-Schleidern war als bekannter Bergspezialist bereits nach 59:45 Minuten im Ziel. Die gleichaltrige Marianne Domes siegte bei den Frauen in der guten Zeit von 1:10:30 Stunde. Den Klassensieg in der W50 verbuchte die Frankenbergerin Heike Weiß (Laufen gegen den Krebs) in 1:16:34.

In die Fußstapfen seines Vaters Markus möchte der 14 Jahre alte Leonard Schraub treten. Er lief in Dodenhausen erstmals die 13,7 Kilometer mit 370 Höhenmetern und schaffte sie in der ansprechenden Zeit von 1:08:26 Stunde.

Einen weiteren Streckenrekord erzielte Anja Meixner (Ultra-Sport-Club Marburg) auf der Kurzdistanz von 4,3 Kilometern (130 Höhenmeter). Sie blieb in 17:53 Minuten 1:31 unter der alten Bestmarke. Viel Aufmerksamkeit genoss Walter Müller (LG Eder). Der Reddighäuser lief die Kurzstrecke in 25:54 Minuten – mit 78 Jahren. Zudem meisterten insgesamt 16 Walker die Anstrengung.

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