TT-Bezirksklasse: Korbach II darf Peter Debus nicht bringen

Spitzenspiel unter Aufsicht

Korbach - Der Rangdritte gegen den Spitzenreiter: Die Tischtennis-Bezirksklasse der Herren startet mit dem Knüller TTV Korbach II gegen TSV Gemünden in die Rückrunde. Die Partie ist nicht nur sportlich richtungsweisend, sondern birgt auch einige Brisanz.

Klassenleiter Harald Ludwig hat für die Begegnung am Sonntag in der Korbacher Paul-Zimmermann-Halle einen Oberschiedsrichter angefordert.

Hintergrund: Bei der Vorrunden-Partie an der Wohra, in der Spitzenreiter Gemünden den Kreisstädtern mit 9:6 die bisher einzige Saisonniederlage zufügte, hatte es zwischen beiden Mannschaften Unstimmigkeiten gegeben. Als Ergebnis wurde ein Korbacher Spieler für sechs Begegnungen gesperrt. Mögliche erneute Querelen will Klassenleiter Ludwig nun schon im Ansatz ersticken.

Vor dem Topspiel mussten die Korbacher einen Dämpfer wegstecken: Peter Debus, gesund der stärkste Spieler im Verein, wollte zur Rückrunde für die „Zweite“ aufschlagen. „Zum Aufbau“, wie er sagt. Debus, eigentlich Spitzenmann der ersten Garnitur in der Bezirksliga, hatte in der gesamten Hinrunde nicht einmal zum Schläger gegriffen, eine hartnäckige Sprunggelenksverletzung macht ihm zu schaffen.

Debus hatte nun auf ein behutsames Comeback in der „Zweiten“ gehofft. Der TTV hatte ihn an eins aufgestellt, doch der Verband stoppte die Personalrochade. „Das ist nach den Regularien nicht möglich“, erklärte Debus auf Anfrage. Ihm nutzte auch ein Attest nichts. Korbachs Topspieler reagierte enttäuscht. Ein solcher Teamwechsel sei etwa im Fußball überhaupt kein Problem. Für die Bezirksliga-Mannschaft will er (noch) nicht zum Schläger greifen. „Zu riskant“, sagte er.

Das Topspiel ist völlig offen. Sollten die Korbacher, die einen Punkt hinter den Wohrastädtern zurückliegen, abermals verlieren, können sie eine erfolgreiche Titelverteidigung vermutlich abhaken.

Beide Mannschaften müssen zudem schon am Freitagabend ran. Gemünden erwartet den TTC Kellerwald II als Favorit, Korbach hat eine Auswärtsaufgabe beim TTC Ederbergland II zu lösen. Lachender Dritter des Spitzenduells könnte der TSV Dodenau sein, der beim Schlusslicht TSV Rosenthal vor einem deutlichen Erfolg steht.

Im Abstiegskampf steht das Spiel zwischen TSV Lengefeld (Drittletzter) und dem Vorletzten TuS Helsen im Blickpunkt: Beide Teams trennen nur zwei Punkte, ein doppelter Punktgewinn wäre also Gold wert.

Der TSV Frankenberg ist in der Bezirksklasse der Damen Gastgeber des SV Reddighausen II und plant die Punkte gegen den Tabellenvorletzten schon ein. Bromskirchen III und II bestreiten das „Schwesternduell“, in dem es keinen Favoriten gibt.

Leichte Spiele für Spitze

In der Kreisliga Nord der Herren haben es die punktgleichen Spitzenteams mit den Schlusslichtern zu tun. Tabellenführer Korbach III tritt beim Vorletzten Lichtenfels an, der VfL Bad Wildungen II zieht dann am Mittwoch gegen den SSV Rhena nach. Der Tabellenletzte hat sein erstes Spiel im neuen Jahr schon hinter sich - es ging mit 6:9 gegen Adorf II verloren.

(mey mit mn, Foto: aw/Archiv)

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