Viele Angebote und Sporttrends von Sportkreis und Vereinen 

Von Sumo bis Skispringen: Sport- und Jugenddorf beim Hessentag begeistert

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Eine der vielen spaßigen Stationen: Human Table Soccer, auf Deutsch: Tischfußball mit Menschen. Barfuß wird an der Stange gekickt.

Korbach. Nicht nur Bummeln und Schlemmen kann man beim Hessentag. Neben Verschnaufpausen gibt es die Chance, sich sportlich-spaßig zu bewegen - im Sport- und Jugenddorf.

Fabian muss erst noch überlegen, bevor er den ersten Griff umfasst. „Stufe 4 oder 5?“ fragt sich der junge Kletterer der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule. Denn die so genannte Boulderscheibe hat es durchaus in sich. Die drehende Kletterwand neigt sich auch tückisch nach vorn. Stufe 4 reicht Fabian erst einmal als Einstiegsgeschwindigkeit.

So wie ihm ergeht es am Freitag vielen der Jungen und Mädchen, die als erste das Sport- und Jugenddorf des Hessenstages unter die Lupe nehmen. Es gibt viel zu entdecken, viel Neues; vieles, was man zu Hause meist nicht machen kann oder darf: Rangeln und Raufen, Bälle durch die gegend werfen, zwei Meter hoch springen zum Beispiel. Hier im „Spaßdorf“ neben dem Hallenbad geht das.

"Hauptsache, man hat zusammen Spaß"

Beim Sumo-Wrestling etwa. Zwei „Kämpfer“ schlüpfen in ein übergroßes Kostüm, und schon sind sie quasi so ein japanischer Kultringer. „Man fühlt sich ganz schön schwer da drin. Und man kommt kaum wieder auf die Beine“, sagt Hanna Liselotte von der Westwallschule. „Aber Hauptsache, man hat zusammen Spaß“, fügt die Viertklässlerin an.

Sie ist eine von zahlreichen Schülern, die bis zum Mittwoch das Sport- und Jugenddorf bevölkern. Insgesamt 40 von weit mehr eingeladenen Schulklassen haben sich angemeldet. Und dank der Hilfe unzähliger freiwilliger Helfer, unter anderen aus örtlichen Vereinen und Schulklassen, kommt Hanna auch wieder auf die Beine. Schon geht's weiter zur nächsten Station: „Swing him off“ heißt sie. Anders gesagt: zu viert steht man auf Luftkissen in einer Art Hüpfburg und muss den Gegenüber mit einem schwingenden Ballon vom Sockel werfen. 

Das erfordert mindestens so viel Geschick wie „Barfuß-Tischfußball“, Minitrampolin, Baseball und andere Angebote. Selbst Skispringen ist möglich, dank der mobilen Minischanze, die Trainer Jörg Pietschmann und sein Team vom Skiclub Willingen aufgebaut haben. Wer sich doch nicht traut, kann nebenan zumindest beim Laserschießen auf Biathlonscheiben Wintersportflair schnuppern.

Erstes Fazit der Organisatoren: Bisschen sporteln bei all dem Marktbummel, das wird gut angenommen. Auch dank der örtlichen Vereine und Einrichtungen, von denen sich täglich mehrere mit ihrem Sportangebot vorstellen. Gestern zum Beispiel die Hip-Hop-AG des Jugendhauses. Im Nu hatte sie auch umstehenden Zuschauern eine kurze Choreografie beigebracht. 

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