Sportjugend Waldeck-Frankenberg: Gottmann schart viele junge Leute um sich

Jugendvorstand prima aufgestellt

Das (nicht komplette) Führungsteam der Sportjugend Waldeck-Frankenberg 2018 - von links: Jaron Schultze, Urs Fischhaupt, Manfred Ries, Jonas-Dirk Kann, Jugendwart Gerhard Gottmann, Jugendwartin Nicole Rohde, Sportkreis-Chef Uwe Steuber, Julia Melmann, Sara Steinfelser, Christina Ries, Werner Gilbert; an der Kletterwand: Sylvia Kuhnhenn, Lea Hartert. Foto: mn

Harbshausen. Sage noch einer, junge Leute wären nicht für gesellschaftliches Engagement zu gewinnen. Die Sportjugend Waldeck-Frankenberg beweist gerade, wie es gelingt.

Ein halbes Dutzend Jugendliche wurde bei der Vollversammlung am Samstag im Sportcamp Harbshausen in den neuen Jugendvorstand gewählt. Gemeinsam mit sechs Erwachsenen und dem sechsköpfigen Jugendteam bilden sie das neue Führungsgremium der Nachwuchsorganisation, Alter: zwischen 16 und 65 Jahren.

„Wir sind eine der am besten aufgestellten Sportjugenden in Hessen“, frohlockte anschließend der neue und alte Jugendwart Gerhard Gottmann (Helsen). Das sehen auch andere so. „Die Sportjugend Waldeck-Frankenberg ist in meiner Wahrnehmung sehr aktiv“, sagte Ronny Schulz, der neue Sportjugend-Referent für Nordhessen. Auch Sportkreis-Chef Uwe Steuber fand: „Es ist eine Menge gelaufen.“ Dass zwei Drittel von Gottmanns Mitstreitern unter oder um die 20 sind, ist ganz in seinem Sinne: „Wir sind dabei, uns neu und modern aufzustellen. Dazu brauchen wir die nächste Generation.“

Drei neue Sprecherinnen

Der Finanzbericht zeige ihm zudem, dass die Nachwuchsorganisation sich mit den Fördertöpfen bestens auskenne, sagte Steuber. Er kündigte an, dass sich Sportkreis und Sportjugend in den kommenden drei Jahren gemeinsam um eine Nachfolgeregelung für Gottmann bemühen wollen, der bereits seit Oktober 1989 im Amt ist. „Das ist aber gar nicht so einfach, das hatten wir uns auch schon 2015 vorgenommen.“

Zur neuen Jugendwartin wurde in Nicole Rohde, sozusagen eine alte Bekannte, gewählt, die auch die Kassengeschäfte führt. Als Stellvertreter steht Gottmann wie bisher Manfred Ries aus Hatzfeld zur Seite. Die Vollversammlung bestätigte die bisherigen Jugendsprecher Benedict Geise (Dodenhausen), Maximilian Geitz (Wellen) und Lukas Gockel (Bad Wildungen).

An Ort und Stelle ließen sich Lea Hartert (Hatzfeld), Sara Steinfelser (Gemünden) und Julia Melmann aus Battenfeld zur (erfolgreichen) Kandidatur als neue Jugendsprecherinnen bewegen. Als weitere Beisitzerin neben Christina Ries (Hatzfeld) und Werner Gilbert (Gemünden) gehört Sylvia Kuhnhenn, ebenfalls aus Hatzfeld, dem Jugendvorstand an. Das Juniorteam setzt sich zusammen aus Jaron Schultze, Urs Fischhaupt, Jonas-Dirk Kann, Jonas Wiesemann (alle Großgemeinde Vöhl), Ole Maiwald und Felix Winz (beide Bergheim) zusammen.

Gelder nicht abgerufen

Uwe Steuber kündigte ein neues Projekt von Sportkreis, Sportjugend und Hessischem Floorballverband an: Sie wollen gemeinsam ein Paket mit Floorballausstattung finanzieren, um die Hallensportart vor allem in den Schulen populärer zu machen. „Das sollten wir nächsten Winter so weit haben“, sagte er.

Immer ein Thema bei der Vollversammlung: Wie kommen Vereine und Fachverbände an Gelder für eigene Maßnahmen? Die Sportjugend Hessen fördert, in verschiedenen Bereichen wie Bildung, Junges Engagement, Jugendleiterlizenzen, Freizeiten oder Veranstaltungen für junge Leute, eine ganze Palette an Aktivitäten. Das wissen anscheinend viele nicht. „Von den 100 000 bis 120 000 Euro zur Förderung von Mitgliedsorganisationen sind 2017 nur knapp 70 000 Euro abgerufen worden“, berichtete Ronny Schulz. Sein Appell an die jungen Leute: „Wenn ihr Ideen habt, meldet euch bei uns.“

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