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Springreiten: Richard Friedrich holt sich den Titel erneut

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Kreismeister Richard Friedrich zwischen Daniela Hocke (links) und Madeleine Rininsland.
Die Medaillengewinner im Springreiten: Kreismeister Richard Friedrich zwischen Daniela Hocke (links) und Madeleine Rininsland. © bb

Wieder Richard Friedrich: Wie 2019, als der Kreisreiterbund Waldeck-Frankenberg zuletzt seine Meister kürte, hat sich der 55-Jährige den Titel in der Leistungsklasse 2+3 der Springreiter gesichert.

Korbach - Mit Cyppy kam der für den RFV Sachsenhausen startende Nieder-Warolderner auf der Anlage des RFV Korbach u. Umgebung nach Siegen in beiden Wertungsprüfungen auf 400 Zähler. Daniela Hocke vom ausrichtenden Verein und Madeleine Rininsland (Frankenberg) schafften jeweils 340 Punkte. Allerdings lag die Korbacherin in der höherwertigen Prüfung vor ihrer Konkurrentin und wurde deshalb Zweite.

Richard Friedrich bewies mit dem Sieg bei den Meisterschaften seine gute Form, schon am Samstag hatte er am Ziegelhütter Weg beide M-Springen gewonnen. Bei der Frage, wie viele Titel als Kreismeister er bisher geholt habe, musste er passen. „Wenn mein Vater noch leben würde, der könnte es genau sagen. Ich weiß nur, dass ich hier in Korbach der Titelverteidiger bin“, sagte er. Sei eine Kreismeisterschaft nicht Besonderes? „Doch, man freut sich immer wenn man gewinnt“, betonte Friedrich.

Gronewold gewinnt beide relevanten Prüfungen

Eine klare Sache für Elena Gronewold war die Meisterschaft in der Dressur. Die Reiterin vom RV Pferdezentrum Edersee Waldeck-Oberwerbe. entschied mit Felicia H beide für die Titelkämpfe zählenden M-Dressuren. Einmal habe sie, glaube sie, bisher gewonnen, sagte die Waldecker, die auch schon Verbandsmeisterin war.

Den Titel als Kreismeisterin ordnete sie so ein: „Hier im Kreis kennt man sich unter den Teilnehmern, also ist das so etwas wie ein Familienfest. Einen Titel zu gewinnen ist immer etwas Emotionales.“ Die Plätze zwei und drei belegten Daniel Balzer (RFV Rosenthal) mit Wolkentänzer, der 360 Punkte erreichte, und die Einheimische Julia Göbel, die als Titelverteidigerin mit Chocolate Charme, auf 320 Zähler kam.

Kreismeisterin Elena Gronewold (Mitte) mit Daniel Balzer und Julia Göbel.
Auf dem Podest in der Dressur: Kreismeisterin Elena Gronewold (Mitte) mit Daniel Balzer und Julia Göbel. © bb

Zufrieden äußerte sich der stellvertretende Vorsitzende des Kreisreiterbunds, Erik Rasner (Twistetal). „Alle Klassen konnten ausreichend besetzt und somit ausgetragen werden“, betont er – das war in der Vergangenheit nicht immer so. Rasner, der die Vorsitzende Jutta Bonacker (Urlaub) vertrat und mit Jugendwartin Michaela Biermann die Sieger ehrte, dankte ausdrücklich dem RFV Korbach und Umgebung für die tatkräftige Unterstützung bei den Titelkämpfen: „Ihr habt das wie in 2019 wirklich wieder gut gemacht.“

Das „Korbacher Derby“ in der Diskussion

Der Fritzlarer Kai Schrammel sicherte sich am Sonntag den Sieg in der schwersten Springprüfung beim Reitturnier des RFV Korbach und Umgebung. Er blieb iim M*-Springen mit einmaligem Stechen als einziger ohne Abwurf.

Schrammel verwies mit dem elfjährigen Hengst Lucky Blue Van’t Hulgenrode den Ortenberger Timo Freise und den Sachsenhäuser Richard Friedrich auf die Plätze zwei und drei. Sie hatten jeweils einen Abwurf in der Extrarunde hinnehmen müssen. Madeleine Rininsland (Frankenberg) war hier zwar am schnellsten unterwegs, leistete sich aber zwei Fehler.

Vor einer Reform steht das „Korbacher Derby“. Bei diesem L-Springen über Naturhindernisse, das auf Initiative des früheren Vorsitzenden Ulrich Zabel entstanden war, gingen nur fünf Starterinnen in den Parcours. Der amtierende Vorsitzende Karl-Heinz Göbel möchte das Derby zwar unbedingt erhalten, gab aber zu: „Der Aufwand ist enorm und muss angesichts der Nennungen auf den Prüfstand.“ Göbel brachte einen einfacheren Parcours ins Gespräch: „Möglich ist ein Angebot, das Derby von der Klasse L auf A herabzustufen.“

Wie beim letzten Mal siegte Daniela Hocke vom gastgebenden Verein. Als letzte Starterin überflügelte sie mit Stute Friederike die bis dahin führende Louisa Tent noch, obwohl es an Hindernis acht gehörig schepperte. Die Stange fiel aber nicht. Auch Rang drei ging an Hocke.

Sieg im Mannschaftsspringen nach Sachsenhausen

Das Mannschaftsspringen der Klasse A** zum Start in den Sonntag hatte das Team des RFV Sachsenhausen in der Besetzung Louisa-Marie Vollbracht, Lotta Becker, Sophia Kesting und Steven Cliff mit nur einem Abwurf vor dem Korbacher Team und Titelverteidiger SV Niederwaroldern-Reitabteilung für sich entschieden.

 Lotta Becker, Louisa Marie Vollbracht, Steven Cliff und Sophia Kesting (von links) vom RFV Sachsenhausen.
Das beste Team in Korbach (von links): Lotta Becker, Louisa Marie Vollbracht, Steven Cliff und Sophia Kesting vom RFV Sachsenhausen. © bb

Die höchste Dressurprüfung des Sonntags der Klasse M* sah wie am Vortag Elena Gronewold (Pferdezentrum Edersee Waldeck-Oberwerbe) mit dem neunjährigen Wallach Fürst Sandro und der Wertnote 7,4 vorn. Die Siegerschleife in der L-Dressur gewann Carolin Groß (RFV St. Kilian Lelbach) mit Stute Soleil Dete.

Göbel wünscht sich für die Zukunft mehr Teilnehmer

Karl-Heinz Göbel freute sich nach dem Turnier, dass sein Verein die mit dem Turnier verbundenen Ziele erreicht habe: dem Nachwuchs wieder Turniersport ermöglichen, den RFV Korbach und Umgebung als Veranstalter wieder erfolgreich präsentieren, und die Anlage freundlicher gestalten.

Als „ausbaufähig“ bezeichnete Göbel die Zahl von 350 Nennungen, bemerkte aber positiv die relativ geringe Diskrepanz zwischen Nennung und Teilnahme. Starter gekostet haben dürfte die Hitze am Samstag. „Das war nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig“ sagte Göbel, der den Helfern und den Sponsoren dankte, „die ein solches Turnier ermöglichen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Kreisreiterbund in punkto Kreismeisterschaft war vorzüglich.“ (bb)

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