Gutes Starterfeld, Auftakt am Freitag

Springreiter küren am Wochenende in Bad Wildungen die Verbandsmeister 

Springreiter Lutz Ricken (Bad Wildungen) bei der „Taufe“ als Verbandsmeister auf dem Reitplatz Bad Wildungen, links der zweitplatzierte Daniel Erd.
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Da grüßt der Verbandsmeister 2019 der Seniorenreiter: Lutz Ricken wurde bei der Siegerehrung „getauft“; einer der „Übeltäter“, der zweitplatzierte Daniel Erd macht sich aus dem Staub. Gibt’s auch diesmal Medaillen für Wildunger?

Die Reitanlage am Talquellenweg steht vom Freitag bis Sonntag erneut im Zeichen des Pferdesports. Nach den Dressur- küren die Springreiter in Bad Wildungen ihre Verbandsmeister.

Bad Wildungen - Mit 638 bleibt die Zahl der Nennungen hinter der im Vorjahr, anders als beim Dressurturnier. Trotz der Corona-Einschränkungen bringt es der RV Bad Wildungen für beide Turniere mit den Titelkämpfen auf insgesamt 1000 Nennungen und darf stolz darauf sein.

„Die Nennungen für das Springturnier sind in Ordnung, obwohl ich mir mehr erhofft hatte“, gibt der Vorsitzende Hermann Erd zu. Seine Erklärung: „Da kaum Turniere ausgetragen wurden, haben einige Reiter auf das Training verzichtet und wollen nun so kurz vor Ende der Saison auch nicht mehr einsteigen.“ Der Vorsitzende weiter: „Die Reiter, die am Wochenende zu uns kommen, wollen endlich reiten und freuen sich auf jedes Turnier. Leider ist die Anzahl in Nordhessen doch überschaubar.“

Der Reitverein fährt gut mit seinem Konzept, sein Turnier an zwei Wochenenden separat nach Dressur und Springen auszutragen, um jeder Disziplin ihre Bedeutung zu verleihen und optimale Bedingungen für die Teilnehmer schaffen zu können. Am Wochenende stehen 13 Prüfungen an drei Turniertagen an. Der Startschuss fällt am Freitagmorgen um 8.30 Uhr.

Der Samstag beginnt bereits um 8 Uhr mit einer Springprüfung der Klasse A**. Danach folgen mit einer Springprüfung der Klasse L und einer Springprüfung der Klasse M* zwei Prüfungen mit einem gigantischen Nennungsergebnis von 109 bzw. 82 Teilnehmern. Ein Punktespringen der Klasse S* mit Joker bildet ab 16.30 Uhr das Finale des zweiten Tages.

Der Sonntag startet um 9 Uhr mit einer Springprüfung der Klasse A**. Das M*-Springen mit Stechen beginnt um 10.30 Uhr. Zwei S*-Springen schließen sich an. Ab 15 Uhr steht die höchstdotierte Prüfung auf dem Programm, eine Springprüfung der Klasse S* mit Stechen, mit derzeit 26 Nennungen. Der dritte Wettkampftag endet mit der Ehrung der neuen Verbandsmeister Kurhessen-Waldeck.

Neben Daniel Erd, der im Vorjahr in der Verbandsmeisterschaft Rang zwei belegte, haben mit Nachwuchstalent Marlin Leonie Ditzel und Mona Strenk weitere Lokalmatadorinnen für die höheren Prüfungen genannt. Von Titelverteidiger Lutz Ricken (Bad Wildungen) lag noch keine Nennung vor; er kann aber noch nachmelden.

Die Konkurrenz ist mächtig stark. Frank Plock ist natürlich wieder am Start, Shari Zey, der Verbandsmeister von 2018, Heino Möller (alle Borken) und Sebastian Holtgraeve-Ostues (Delbrück). Auch andere erfolgreiche heimische Reiter sind in der Badestadt am Start: Das Siegerduo bei den Junioren aus dem vorigen Jahr, Marc Riechers (Borken), und Johannes Bohlig (Korbach), die Vizemeisterin U-25 aus Rosenthal, Sophie Groß und natürlich der amtierende Senioren-Vizemeister Erd.

Die Mitglieder des RV Bad Wildungen haben in vielen Arbeitseinsätzen wieder ideale Bedingungen für Reiter und Pferd geschaffen. Auch deshalb werden zum dritten Mal in Folge die Verbandsmeisterschaften in der Badestadt ausgetragen. Diesmal sind allerdings maximal 250 Zuschauer erlaubt. Jeder Besucher muss sich am Einlass registrieren.

Das Turnier hat in diesem Jahr einen besonderen internationalen Anstrich. Dafür stehen Teilnehmer mit bulgarischer, litauischer, tschechischer, ungarischer und syrischer Abstammung. (bb)

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