Aufsteiger Bad Wildungen fehlen Stichling und Brauer

Startschuss der Handball-Bezirksoberliga am Samstag

Linksaußen Jan Appel (links) von Aufsteiger HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim, der hier Emre Almez (hinten) versetzt hat und das Gehäuse von Timo Winter (Ederbergland) anpeilt.
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Im Anflug auf die Bezirksoberliga: Linksaußen Jan Appel (links) von Aufsteiger HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim, der hier Emre Almez (hinten) versetzt hat und das Gehäuse von Timo Winter (Ederbergland) anpeilt.

Auf schwere Gegner treffen die drei heimischen Handball-Bezirksoberligisten zum Rundenstart am Samstag.

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim – Fuldatal/Wolfsanger II. Mit den Gästen erwartet den Aufsteiger am Samstag (16 Uhr, Ense-Halle) gleich ein richtiger Brocken. „Fuldatal hat eine schnelle und technisch gut ausgebildete Mannschaft. Das ist alles andere als Fallobst“, weiß Bad Wildungens Trainer Sebastian Wrzosek um die Stärke des Gegners.

„Fuldatal spielt einen schnellen Ball. Sie stoßen gut auf die Nahtstellen und schließen dann oft über die Außen ab. In der Abwehr stehen sie kompakt und machen viele Tore über die erste Welle“, beschreibt Wrzosek das gegnerische Spiel aus seinen Erfahrungen in der Bezirksoberliga. „In der Abwehr müssen wir mit Körperlichkeit dagegenhalten und im Angriff bis zur klaren Chance spielen. Das heißt auf Lustwürfe verzichten und Fehler minimieren.“

Nicht zur Verfügung stehen den Bad Wildungern Erik Stichling und Tim Brauer. Für Rechtsaußen Stichling ist die Saison mit einem Kreuzbandriss vermutlich schon vorbei, bevor sie überhaupt angefangen hat. Der Halblinke Brauer hat eine Bänderverletzung im Knie, wobei der MRT-Termin noch aussteht.

„Beim Rest von uns überwiegt nach vier Monaten Vorbereitung die Freude, dass es wieder los geht und um Punkte gespielt wird. Die Testspiele waren überwiegend gut, aber jetzt gilt es wieder. Wir spielen daheim und rechnen uns etwas aus“, sagt Wrzosek vor seiner ersten Saison auf der Trainerbank.

Korbach – Lohfelden/Vollmarshausen. „Die Favoritenrolle liegt natürlich bei den Gästen, aber wir wollen natürlich die Punkte gerne bei uns behalten und werden uns nicht kampflos geschlagen geben“, gibt sich Robert Müller vor dem ersten Saisonspiel am Samstag (18.30 Uhr, Kreissporthalle) kämpferisch.

„Das ist ein schwerer Auftakt. Lohfelden spielt einen schnellen Ball und eine unangenehme Abwehr. Darüber hinaus sind sie im Angriff von allen Positionen torgefährlich“, fügt der neue Korbacher Trainer an.

Dem Gegner will er aber eigentlich nicht so viel Aufmerksamkeit schenken, sondern auf sein Team gucken. „Wir sind heiß auf das Spiel und wollen es spannend halten. Dafür dürfen wir vorne nicht zu viele Chancen ungenutzt lassen und wenn nicht erfolgreich abgeschlossen wird, müssen wir schnell zurück und den Spielfluss beim Gegner stören“, lautet Müllers Marschroute.

Die neuformierte Korbacher 6:0-Abwehr soll stabil stehen und im Zusammenspiel mit den Torhütern auch den ein oder anderen Treffer in der ersten Welle ermöglichen. „Ich bin freudig überrascht, wie gut in Schuss die Mannschaft ist“, freute sich Müller nach den ersten Trainingseinheiten und traut seiner Mannschaft einige Überraschungen im Laufe der Saison zu.

Darüber hinaus hofft er auf die Unterstützung des Publikums für seine junge Mannschaft, bei der alle Spieler an Bord sind.

SVH Kassel – Külte. „Vermutlich wird es ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt Kültes Trainer Sigurd Wachenfeld vor dem Saisonauftakt seiner Mannschaft am Samstag (19 Uhr) in Harleshausen. „Wir schauen was auf uns zukommt“, gibt sich Wachenfeld bedeckt.

Dabei hat er noch gute Erinnerungen an den letzten Auftritt seiner Mannschaft in Kassel. Überraschend gewannen die Külter in der vergangenen Saison im Dezember ihr einziges Aufeinandertreffen mit dem SVH 37:31. Das ist allerdings schon fast ein Jahr her. Geändert hat sich seitdem viel.

„Wir gehen die Saison nicht mehr mit derselben Ehrfurcht wie die letzte Runde an. Wir haben uns bewiesen, dass wir mithalten können“, beschreibt Wachenfeld die Ausgangslage vor dem Saisonstart. „Wichtig wird es sein, dass wir diszipliniert agieren und unsere Chancen nutzen. Wenn wir gut ins Spiel finden und uns nicht so schwer im Positionsangriff tun, dann ist etwas möglich“, glaubt Wachenfeld.

Verzichten muss der TV-Trainer auf den privat verhinderten Rückraumspieler Stefan Fritsch und die beiden verletzten Rechtsaußen Leonard Gysen (Knieverletzung wieder aufgebrochen) und Florian Wilke, der aufgrund einer Verletzung am Sprunggelenk wohl noch bis Ende Oktober ausfällt. Bei der sehr guten Külter Personalsituation kann Wachenfeld aber trotzdem ohne größere Probleme den Kader auffüllen. (Magnus Schengel)

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