Allrounder wird beim 33:27 (17:16)-Derbyerfolg bei der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim zum Matchwinner

Steffen Fingerhut führt HSG Twistetal zum Sieg

Bad Wildungen - Die abstiegsgefährdeten Bad Wildunger hielten die Partie in der Handball-Bezirksoberliga gegen den Tabellenführer vor 300 Zuschauern in der Ense-Halle lange offen, bevor Steffen Fingerhut in der Schlussphase aufdrehte.

Dass die Gäste nach Spielschluss ausgelassen mit einem Tänzchen ihren fünften Sieg in Folge und die Verteidigung der Tabellenspitze feiern konnten, hatten sie Steffen Fingerhut zu verdanken. Zwar hatten die Twistetaler nach 45. Minuten bereits mit 25:21 geführt. Doch dann kam Bad Wildungen nach einem 4:0-Lauf zum 25:25-Ausgleich, den Daniel Grothnes in der 50. Spielminute erzielte. Doch Rückraumspieler Steffen Fingerhut, der oft an den Kreis wechselte zerstörte mit vier Toren bis zum 30:25 (57.) – Treffer 27 erzielte sein Bruder Lars – die Hoffnungen der gastgebenden HSG, eine Überraschung zu schaffen, sodass drei Minute vor Schluss das Spiel zugunsten des Spitzenreiters endgültig entschieden war. „Wir haben aus einer stabilen Abwehr heraus operiert. Dass uns mit der Zeit die Luft ausgehen würde, war uns bewusst“, bilanzierte Bad Wildungens Trainer Torsten Grothnes nach der umkämpften Partie, nach der sein Team weiter Drittletzter ist.„Wir haben uns das Leben zu großen Teilen selbst schwer gemacht. Wir haben zwar die konditionell stärkere Mannschaft und den breiteren Kader, weshalb wir auch immer wieder wechseln konnten, um auch wirklich die Frische über die gesamte Spielzeit zu haben“, analysierte Twistetals Trainer Dirk Wetekam, dessen Team in der 25. Minute letztmals beim 14:15 zurückgelegen hatte.

Wetekam lobt Keeper Ziegler

Im breiten Kader der Gäste setzten auch der A-Jugendliche Nico Isenberg, für den Steffen Fingerhut immer wieder Lücken riss, mit sieben Toren und der nachgerückte Keeper Marek Ziegler, dem Wetekam „eine sehr gute Torhüterleistung“ bescheinigte, viele Akzente. Lange Zeit hatte es nicht nach dem letztlich souveränen Sieg der Gäste ausgesehen, die nach der 17:16-Halbzeitführung von Spielmacher Daniel Krouhs in der Folgezeit nicht mehr in Rückstand geraten sollten. Nach der Pause lagen die Gäste zunächst meist mit zwei Toren in Führung, bevor sie zwischenzeitlich mit 21:18 (36.) die Nase vorne hatten.Doch die Gastgeber gaben auch danach zur Freude von Trainer Grothnes nicht auf. „Die Jungs haben das umgesetzt, was wir wollten, das heißt die Abwehr zu stabilisieren“, sagte er.

Simon Riedesel stark

Grothnes konnte sich auf der Gegenseite auch über die gute Leistung seines Rückraumspielers Simon Riedesel freuen. „Bad Wildungen hat es auch durch die Wurfkraft von Riedesel geschafft, mitzuhalten“, gab Twistetals Trainer Wetekam zu. Der Gästecoach war mit der Offensive seines Teams im ersten Spielabschnitt nicht zufrieden. „Da haben wir zu viele freie Dinger, inklusive der Siebenmeter, nicht gemacht. Dann bleibt so ein Spiel eben sehr eng“, sagt er.„Wir haben gut gespielt und uns gut aus der Affäre gezogen“, sagte Grothnes und lobte seinen starken Keeper Magnus Schengel, „er ist für mich eine super starker Torwart“, wobei auch dieser am Ende Steffen Fingerhut nicht stoppen konnte.

Tore für Bad Wildungen/F./B.: Bremmer 3, Gerlach 4/2, Lötzer 1, Ayanolu 1, Schaumburg 1, Riedesel 8/2 Werner 5, Daniel Grothnes 4/1Tore für Twistetal: Stracke 1, Behle 2, Isenberg 7/4, Lars Fingerhut 2/1, Happe 6/2, Wachs 1, Steffen Fingerhut 5, Oberlies 1, Daniel Krouhs 5, Öhl 3

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