Steffen Fingerhut überragt beim Twistetaler Erfolg

- Mühlhausen (ws/kaw). Während die HSG Twistetal ihr Auftaktspiel in der Handball-Bezirksoberliga gegen den HSC souverän gewann, verloren die Badestädter unglücklich in Reinhardswald.

Twistetal – Zierenberg 30:23 (16:13). Herausragender Spieler gegen den Aufsteiger war in der Mühlhäuser Sporthalle Rückraumstratege Steffen Fingerhut, der insgesamt neun Tore zum Sieg der Waldecker beisteuerte. Zierenberg trat ohne Neuzugang Dino Duketis überraschend auf, phasenweise war der HSC sogar spielbestimmend. „Wir konnten zeitweise nur auf ihr Spiel reagieren“, gab Steffen Fingerhut zu und Trainer Dirk Wetekam meinte: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass es nicht einfach werden wird und wir uns jedes Spiel für den Sieg erkämpfen müssen. In der Liga kann man einen Gegner nicht einfach mal so wegputzen, auch Zierenberg nicht.“ Nachdem den Gästen in der 6. Minute der 3:3-Ausgleich gelang, baute Twistetal seine folgende 4:3-Führung bis zur Pause auf 16:13 aus. Zierenberg glich in der 34. Minute zum 16:16 aus, doch dann schwanden fast die Kräfte. Dies war auch dem Einsatz von Steffen Fingerhut geschuldet, der mit seinen Toren bis zu 48. Minute Twistetal mit 25:18 in Front brachte.„In dieser Phase konnten wir durchwechseln und die Breite unseres gut besetzten Kaders nutzen“, so Wetekam. Mit Toren von Daniel Krouhs und Marcus Weber konnte die HSG ihren Vorsprung verteidigen, bevor dann in der 57. Minute Lars Fingerhut nach einem „Kempa-Trick“ das 29:20 gelang.

Lob für Krouhs und Weber

„Es war ein Arbeitssieg. Erfreulich ist die Tatsache, dass wir die Schwächeperiode nach Anpfiff der zweiten Halbzeit so schnell überwinden konnten. Hier hat sich unsere gute Vorbereitung ausgezahlt“, sagte Wetekam. „Die Mannschaft hat sich überzeugend präsentiert und mit Marcus Weber und mit Rückkehrer Daniel Krouhs haben wir zwei weitere Männer mit Spielmacher-Potenzial an Bord“, freute er sich. „Ich bin zufrieden, dass der Sieg nicht höher ausgefallen ist, zeigt es uns doch, dass noch nicht alles perfekt läuft, aber man konnte auch sehen, dass die Mannschaft reifer geworden ist. Die Jungs haben gezeigt, dass jeder für den anderen gekämpft hat. Das gibt mir die Gewissheit, dass wir eine sehr gute Mannschaft haben“, fügte er nach dem souveränen Erfolg vor 300 Zuschauer an. Tore für Twistetal: Lars Fingerhut 3, Happe 8, Steffen Fingerhut 9/2, Jannick Fingerhut 4, Krouhs 2, Weber 3, Pohlmann 1 HSG Reinhardswald – Bad Wildungen/F./B. 24:23 (11:12). In der ersten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Trafen die Gastgeber, setzte die heimische HSG nach. Reinhardswald versuchte Bad Wildungen mit schnellem Spiel und den Eins-gegen-eins-Situationen unter Druck zu setzen.Kurz vor der Pause zogen die Gäste aber erstmals mit drei Toren davon. Allerdings hielten sie diesen Vorsprung nicht und gingen so nur mit einer 12:11-Führung in die Pause,. Auch in der zweiten Hälfte wechselte die Führung ständig.

22:21-Führung noch verspielt

Kurz vor dem Ende der Partie waren es wieder die Bad Wildunger, die mit 22:21 vorne lagen. Nach dem 23:23-Ausgleich gelang Reinhardswald sogar noch der Siegtreffer. „Kämpferisch kann man gar nichts sagen“, war der Einsatzwillen seiner Spieler für Bad Wildungens Trainer Zoltan Bartalos in Ordnung. Nicht zufrieden war er aber mit der Leistung von Simon Ried­esel, der im Rückraum nicht sein volles Können zeigte. „Da ist noch deutlich mehr möglich. Er muss noch an sich arbeiten“, sagte BartalosTore für Bad Wildungen/F.B.: Derx 8, Ried­esel 4, Grothnes 2, Bremmer 1, Max 3, Gerlach 5

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