Nach Platz zwei im Team beim Skifliegen beendet SCW-Sportler Saison als 30. im Einzel

Stephan Leyhe: Der Akku ist leer

Daumen hoch: Stephan Leyhe bejubelt mit Andreas Wellinger (rechts) Platz zwei im Teamspringen von Planica und persönlich seinen bislang besten Weltcup-Winter. Foto: imago

Planica/Willingen. Stephan Leyhe verabschiedete sich beim Skifliegen in Plancia mit einem Podestplatz vom Weltcup-Winter. Im Team-Wettbewerb hatte Deutschland mit Leyhe auf Platz zwei hinter den überragenden Norwegern noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt.

Gestern blieb dem Sportler des SC Willingen beim überlegenen Sieg des Polen Kamil Stoch ein bescheidener Weltcup-Punkt als 30. und Letzter des Finaldurchgangs mit 203 und 192,5 Metern nur ein magerer Weltcup-Punkt. „Der Akku ist ziemlich leer“, gestand er.

Gleichwohl hatte es ihm in der Frühlingssonne in Slowenien insgesamt noch einmal richtig Spaß gemacht. „ Es ist toll ein Teil dieses Teams zu sein“, zog Leyhe Bilanz. Persönlich gehe es „in kleinen Happen vorwärts, jedes Jahr“. Die Trainer hatten dem Wahl-Schwarzwälder immer wieder das Vertrauen geschenkt und er hatte es nicht nur bei Olympia mit seinem Beitrag zur Silbermedaille gerechtfertigt. Auch bei den Team-Wettbewerben in Zakopane und jetzt in Planica reichte es mit Leyhe zu Platz zwei.

Bislang bester Weltcup-Winter

Seine besten Einzelresultate erreichte das Aushängeschild des SC Willingen mit den Plätzen zwei, acht, sieben, vier und sechs jeweils in den Qualifikationen, die erstmals im zu Ende gegangenen Winter für alle Skispringer Pflicht waren. Vier Top-Ten-Plätze (10-9-9-7) im Weltcup lassen nach dem ersten Podest im Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten für die Zukunft auch einmal auf einen Platz auf dem Stockerl hoffen. Seine Skiflug-Bestweite hat er auf 224 Meter geschraubt.

Leyhes Medaillenausbeute insgesamt kann sich ebenfalls schon sehen lassen: Olympia- und Skiflug-WM-Silber, zwei Mal Silber auch mit den Teams bei den Junioren-Weltmeisterschaften. Die Plätze 18 im Gesamt- und Skiflug-Weltcup, erfreulicherweise mit 43 550 Schweizer Franken auch in der Preisgeld-Rangliste bedeuten die bisher beste Saisonausbeute für den Mann, der am 20. Dezember 2014 sein erstes Weltcup-Skispringen bestritten hat – 92 sind es ohne die Team-Einsätze bis heute geworden. (be)

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