„Letzter Sprung misslungen“, aber Upländer Skispringer feiert mit Mannschaft ersten Weltcup-Erfolg

Leyhe: Mit gutem Gefühl nach Hause

+
Geht doch: Stephan Leyhe (rechts) bejubelt mit Markus Eisenbichler (vorn) und Andreas Wellinger den guten Sprung von Richard Freitag, der den Sieg im Teamwettbewerb sicherte.

Zakopane. Für sein Heimspiel hat sich Stephan Leyhe noch Luft nach oben gelassen. Ausgerechnet zum Abschluss des „deutschen Wochenendes“ beim Weltcup im polnischen Zakopane hat der  Schwalefelder Skispringer seine schlechtesten Sprünge gezeigt.

Gleichwohl stand ein neuer Meilenstein nach der zweiten Polen-Station: erstmals eine Qualifikation gewonnen (am Freitag), erster Weltcup-Sieg, mit der Mannschaft in diesem Fall. Reihenweise hatte Leyhe Sätze jenseits der 130-Meter abgegeben. Damit war der 25-Jährige auch maßgeblich beteiligt am Sieg im Teamspringen am Samstag. Gemeinsam mit Markus Eisenbichler, Andreas Wellinger und Richard Freitag hatte sich der Upländer, der an Position zwei sprang, als „Spielverderber“ für die polnische Mannschaft erwiesen, die den Heimsieg verpasste. 

In Abwesenheit von Weltmeister Severin Freund unterstrichen die Deutschen ihre Ambitionen auf eine Team-Medaille bei WM in Lahti. Und Stephan Leyhe bewies, dass er ein zuverlässiger Springer ist und sich auch nach der Rückkehr von Severin Freund Hoffnungen auf einen Mannschafts-Startplatz machen kann. 

Im Einzel am Sonntag zeigte sich dann, dass der Vortag kein Zufall war. Wieder beherrschten Polen und Deutschland die Konkurrenz. Gleich drei Deutsche lagen nach dem ersten Durchgang im Einzel unter den ersten Vier. Keiner schaffte es allerdings, den Sieg nach Hause zu springen. Die zunächst führenden Wellinger und Freitag wurden von Vierschanzentourneesieger Kamil Stoch noch abgefangen. Auf zwei, drei und vier landete das DSV-Trio. 

Stephan Leyhe jubelte etwas verhaltener mit. Bei ihm und Bundestrainer Werner Schuster kehrte das Kopfschütteln zurück, nachdem er mit beiden Sprüngen (128,5/125,5 Meter) die 130 Meter verfehlte und noch hinter Karl Geiger (11.) auf Rang 16 landete. „Leider ist mir der zweite Sprung zum Abschluss misslungen. Aber an sich war es ein gutes Wochenende“, sagte Leyhe. Er nehme die Trainingssprünge und die von Samstag als positives Erlebnis mit nach Willingen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare