Skispringer des SC Willingen nach Platz 21 im Einzel vom Bundestrainer nominiert

Stephan Leyhe fliegt in Planica im Team

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Schwebt an diesem Samstag im deutschen Team von der Skiflugschanze in Planica: Stephan Leyhe.

Planica. Den ganzen Winter ging es um die Frage, ist er der vierte Mann oder nicht? Nach dem gestrigen Skifliegen in Planica lautet die Antwort: Stephan Leyhe ist an diesem Samstag der dritte Mann beim Teamspringen.

„Wir werden definitiv mit Richard Freitag, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe springen“, verriet Bundestrainer Werner Schuster der hartnäckigen ZDF-Reporterin vor laufender Kamera.

Der Sieg ging einmal mehr an den Polen Kamil Stoch, der auf 245 und 234 Meter flog und mit 455,9 Punkten die starke Konkurrenz aus Norwegen distanzierte. Zweiter wurde Johann Andre Forfang (242+234,5/452,2), Rang drei belegte der Österreicher Stefan Kraft (238+234,5/443,0). Die Olympiasieger Andreas Wellinger und Daniel Andre Tande waren am Vortag in der Qualifikation gescheitert.

Wind spielt nicht richtig mit

Der Weltcup-Zweite Richard Freitag war nach Flügen auf 234,5 und 232 Meter (431,2) als Sechster bester DSV-Adler. Markus Eisenbichler (218,5+224/406,9) landete auf Rang 15. Hinter Leyhe reihten sich Andreas Wank (24.) und Pius Paschke (27.) ein.

Nach 212,5 Metern in der Probe reihte sich Leyhe mit 215,5 bereits im ersten Durchgang auf dem 21. Platz ein. Im Finale machte der 26-Jährige vom SC Willingen vieles richtig, nur die äußeren Bedingungen spielten nicht mit. „Er hätte mehr verdient gehabt“, meinte TV-Experte Toni Innauer zum Wind von der Seite und von hinten, der Leyhe schon bei 211 Metern landen ließ. „Er hatte eine sehr gute Position“, beschrieb der Österreicher den Flug, „doch in der Fallphase hat ihn das Glück verlassen“.

Probleme mit Schwerpunkt

Leyhe war ein stückweit selbstkritischer. „Die Flüge waren soweit okay, aber ich schaffe es einfach nicht ganz, beim Absprung den Schwerpunkt vorne zu lassen.“ Insgesamt aber war auch er zufrieden, „denn im Fliegen bin ich zuletz ein Stück vorwärts gekommen“. Das will der Schwalefelder gleich heute fürs Team in die Waagschale werfen. Der ierte Mann ist übrigens Andreas Wellinger. (ni)

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