Skispringer des SC Willingen kann Rang zwei nach dem ersten Durchgang nicht verteidigen 

Leyhe fliegt knapp am Podest vorbei - Platz fünf 

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Der erste Weltcupsieg hat noch nicht sollen sein: Stephan Leyhe schöpfte im zwe iten Durchgang beim Springen in Titisee-Neustadt sein Leistungsvermögen nicht aus. Foto: dpa

Wenn sich Stephan Leyhe über einen fünften Platz bei einem Weltcup ärgern muss, dann hat der Skispringer des SC Willingen einen guten Wettkampf abgeliefert.

Titisee-Neustadt - Der 28-Jährige lag nach dem ersten Durchgang nach einem Sprung auf 139 Meter sogar auf Rang zwei. Mit 142,3 Punkten sortierte sich der gebürtige Schwalefelder hinter Tourneesieger Dawid Kubacki aus Polen ein, der mit der Bestweite von 140,5 Meter auf 145,3 Punkte kam.

Doch im zweiten Durchgang wehte für Leyhe nicht nur der Wind ungünstiger als für seine Konkurrenten, auch das Nervenkostüm passte ihm noch nicht so richtig. Er landete schon beim 134,5 Meter und drei Springer zogen noch an ihm vorbei.

„Der erste Sprung hat wirklich Spaß gemacht“, sagte Leyhe dem ZDF, „aber beim zweiten verklemm' ich zu sehr, da fehlt mir noch ein bisschen das Selbstvertrauen, um locker und entspannt zu bleiben und auf 138 zu fliegen, dann wäre das ein wirklich gutes Ergebnis.“

Wie so etwas geht, zeigte eindrucksvoll Kubacki, der auch unter Druck mit 141 Meter den weitesten Sprung im Finale ablieferte.

Ein wenig enttäuscht über Leyhes Sturz vom Podest wirkte Bundestrainer Stephan Horngacher. „Schon der erste Sprung von Stephan sei nicht optimal gewesen und beim zweiten sei er hinten reingefallen. Horngacher wusste offensichtlich, dass Leyhe hier etwas verschenkt, er mehr kann. „Wir werden ihn heute wieder aufrichten und morgen greift er wieder das Podest an“, sagte Horngacher den ZDF.

Leyhe musste sich am Ende mit seinem Teamkollegen Constantin Schmid (beide 277,6 Punkte) auf seiner Heim-Schanze in Titisee-Neustadt den fünften Platz teilen. Schmid brachte es auf 136 und 139,5 Meter.

Der Weltcup-Führende Karl Geiger hatte mit der Hochfirstschanze im Schwarzwald weiter seine Probleme, er kam nach Versuchen auf 132,5 und 135 Meter nicht über Rang zwölf hinaus. Der Allgäuer bleibt aber weiter im Gelben Trikot. Hinter Kubacki (Polen) kamen der Österreicher Stefan Kraft mit 283,7 Punkten (135,5+140,5 Meter) )und dem Japaner Ryoyu Kobayashi mit 282,8 Zählern (138,5+138,5) aufs Podest.

Am morgigen Sonntag (15.15 Uhr) steht in Titisee-Neustadt ein weiteres Einzelspringen auf dem Programm.   rsm/dpa

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