Ein Pokal für Tempo 60: Bringhäuser auf der "Boot" geehrt

Surfen: Lohn für erfolgreiches Jahr für Speed-König Michel Gutbier

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Siegerehrung auf der Boot: Surfer Michel Gutbier (links) mit dem Zweitplatzierten und Vorjahressieger Rob Hoffmann. 

Manche surfen fast 100 Sachen schnell. Michel Gutbier schaffte voriges Jahr knapp 60 km/h. Dafür wurde der Bringhäuser nun geehrt.

Edersee/Düsseldorf – Windsurfer Michel Gutbier aus Bringhausen siegte im vergangenen Jahr im Wettbewerb German Speedking der schnellsten Windsurfer Deutschlands in den Altersklassen U 20 und U 16. Für seine Leistung wurde der 16-Jährige am Sonntag auf der internationalen Wassersportausstellung Boot in Düsseldorf geehrt.

Der German Speedking ist ein ganzjähriger Wettbewerb. Die Windsurfer posten ihre schnellsten Zeiten, die sie europaweit gesurft haben, in eine Jahresrangliste ein. Gewertet wird der Tag, an dem der Teilnehmer den besten Durchschnitt von fünf mal zehn Sekunden erzielt.

Der Bringhäuser Nachwuchssurfer erreichte an seinem besten Tag im Herbst vergangenen Jahres im niederländischen Herkingen im Durchschnitt 59,93 Stundenkilometer – und errang damit Platz eins in beiden Altersklassen für unter 20-Jährige.

Mit persönlicher Rekordzeit: Michel Gutbier auf dem Grevelingenmeer in den Niederlanden.

Das Grevelingenmeer gilt unter Speedsurfern als perfektes Revier und bot den Surfern im Herbst bis zu neun Windstärken. Dort konnte sich der Schüler der Gesamtschule Edertal im Vergleich zum Vorjahr nochmals um rund 12 Stundenkilometer steigern. Dabei erzielte er eine Spitzengeschwindigkeit von 64,55 Stundenkilometern – für ihn auch persönliche Bestzeit.

In der Altersklasse U 16 zeichnete sich im vergangenen Jahr ein weiterer Surfer vom Edersee mit guten Leistungen aus. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 44,89 km/h errang Felix Macht aus Homberg den fünften Platz in der Jahresrangliste.

Michel Gutbier: Mit dem Vater auf dem Treppchen

Gemeinsam mit seinem Vater Lars Kreh schaffte Michel Gutbier sogar ein weiteres Mal den Sprung aufs Siegertreppchen. Vater und Sohn kamen im so genannten Generations Cup auf den dritten Platz – mit einem minimalen Rückstand von 0,04 km/h auf die Zweitplatzierten.

Die Rangliste der Männer für das Jahr 2019 führt Andi Laufer vom Ammersee mit der schnellsten Durchschnittsgeschwindigkeit von 88,81 km/h über fünf mal zehn Sekunden vor dem Vorjahressieger Rob Hoffmann an. Der Sieger von 2017, Gunnar Asmussen, blieb ohne Wertung, da er an keinem Wettbewerb innerhalb Europas teilgenommen hatte. 

Auf dem Speedkanal in Lüderitz (Namibia) erzielte der Flensburger mit 98,84 km/h über fünf mal zehn Sekunden allerdings die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit, die je ein deutscher Surfer erreichte. (sch)

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