Willinger Skispringer nutzt seine letzte Chance und wird fürs Teamspringen nominiert 

Update: Stephan Leyhe vor seinem Olympia-Debüt

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Unter denkbar größtem Druck: Stephan Leyhe.

Pyeongchang. Stephan Leyhe bekommt doch noch seine Chance bei den olympischen Winterspielen in Pyeongchang: Nach drei weiteren Trainingssprüngen am Sonntag nominierte Bundestrainer Werner Schuster den Willinger für den Teamwettbewerb an diesem Montag auf der Großschanze. 

Außer Leyhe springen Normalschanzen-Olympiasieger Andreas Wellinger,  der am Samstag auf der großen Schanze Silber geholt hatte und einziger verbleibender Starter aus dem Gold-Vierer von Sotschi 2014 ist, sowie Karl Geiger (Oberstdorf) und Richard Freitag (Aue), am Samstag Siebter und Neunter. Passen muss Markus Eisenbichler, der auf der Großschanze 14. geworden war. Leyhe hatte in beiden Einzelspringen zusehen müssen.

"Es wird eine Bauchentscheidung geben. Die Fairness gebietet, dass wir uns Stephan noch einmal anschauen", hatte Schuster gesagt. Der 26 Jahre alte Mann aus Schwalefeld hielt dem Druck Stand. Mit Weiten von 138 Meter und zweimal 131 Meter dominierte er das offizielle Training, bei dem allerdings nur 21 Springer über die Schanze gingen. Weitere deutsche Springer nahmen nicht teil.

"Er springt sehr stabil, hat keine Ausreißer und aus unserer Sicht gute Sprünge gezeigt", sagte Schuster anschließend. Es sei aber "eine knappe Entscheidung gewesen". Leyhe hat sein vorläufiges Happyend auch seinen Kampfgeist zu verdanken. Er hat nicht aufgegeben – und kommt, nachdem er  jeweils in einem engen Duell gegen Karl Geiger für  beide Einzelspringen gescheitert war, nun doch zur ersten Olympia-Teilnahme seiner Karriere.

Geiger wird am Montag Startspringer des deitschen Teams. Auf ihn folgen Leyhe, Freitag und Wellinger als Schlussspringer.

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