Rund 250 Teilnehmer nehmen am Samstag den Adventsmarathon am Twistesee unter ihre Füße

Laufen um den Schoko-Nikolaus

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Los geht's: Die Läufer des Adventmaratons am Twistesee haben in dieser Phase des Rennens alle noch gut Lachen. Dieses Bild des kompakten Starterfelds wird am Samstag wieder zu sehen sein.  

Bad Arolsen. Die letzte große, körperliche Anstrengung des Jahres, wartet am kommenden Samstag auf Langstreckenläufer.

Der Adventsmarathon am Twistesee wird um 10.30 Uhr am Staudamm gestartet. Dies war schon immer ein besonderer 42,23-Kilometer-Lauf, mit seiner Kälte bis hin zum Schnee, seinen Steigungen, seinen schönen landschaftlichen Aussichten, seiner etwas anderen Versorgung nach dem Motto „Weihnachtsplätzchen geben mehr Energie als diese Powergels“ und seiner Preisausschüttung.

Jeder der rund 250 Teilnehmer erhält eine Medaille und die Sieger können statt eines Pokals einen 2,6 Kilogramm schweren Schokoladen-Nikolaus gen Himmel stemmen.

Tombola für die Helfer

„Nur mit einem Händedruck und einem Blatt Papier kannst du heute keinen Läufer mehr hierher locken“, sagte Hans-Joachim Wierschula als Sprecher der veranstaltenden Firma Sport-Event-Team, die seine Lisa führt.

Außerdem gewinnt jeder Altersklassensieger/in einen Freistart für den nächsten Adventmarathon. Wer sich an Teilnehmerfelder von bis zu 600 Startern erinnert und fragt, ist der Adventsmarathon nicht mehr beliebt bei den Läufern, dem antwortet Wierschula: „Beliebt ist er schon noch, aber die Infrastruktur vor allen in der Halle in Wetterburg erlaubt nicht mehr Starter.“ Diese Veranstaltung habe einst den Ruf gehabt, sie sei der einzige Marathon in Deutschland bei der man noch kalt duschen müsse. Damit alle als Warmduscher nach Hause fahren können, haben die Organisatoren eine weitere Idee in die Tat umgesetzt: Wer seine Startnummer im Bad Arolser Freizeitbad Arobella vorzeigt, erhält freien Eintritt.

Die Wierschulas und ihr Team denken aber nicht nur an das Wohl der Sportler, sondern auch an das der Helfer, dazu zählen unter anderem die Feuerwehren aus Wetterburg und Elleringhausen, die Polizei und auch viele einzelne Unterstützer. Neben einem Nikolaus aus einer leichteren Gewichtsklasse wird auch eine Helfer-Tombola veranstaltet. Aus sportlicher Sicht ragt aus dem Teilnehmerfeld Michael Kirsch aus Amberg heraus, der mit seiner Mannschaft „Worschtfreunde Jillek“ auch in der Teamwertung (drei Läufer) ein Wörtchen um den Sieg mitreden will. Dagegen hat aber vermutlich Martin Huhndorf (SC Neukirchen) etwas, der sich beim jüngsten Ironman auf Hawaii den Titel „bester Amateur“ erworben hat. Läufer aus verschiedenen Vereinen können sich für die Teamwertung zusammentun, aber nur, wenn sie sich auf einen gemeinsamen Vereinsnamen einigen können.

Notausgang möglich

Der Streckenverlauf hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und trotz der hohen Niederschlagsmenge in den vergangenen Tagen muss kein Läufer in Gummistiefel antreten. Der Kurs sei in einem guten Zustand, versichert Wierschula und er verrät noch eine Besonderheit dieses Adventsmarathons. Es gibt einen Notausgang: Bei Kilometer 13 können jene Athleten, die sich nicht mehr so fit fühlen, einen Weg nehmen, der sie direkt zum Kilometer 34 bringt. Sie fliegen dann zwar aus der Wertung, aber ein gelaufener Halbmarathon ist aller Ehren wert. Die Organisatoren haben auch jene Läufer im Blick, die sich noch einen Marathon zu trauen, aber langsamer als die meisten Teilnehmer sind. Sie dürfen eine Stunde eher loslaufen. „Etwa 40 Frühstarter haben sich bereits gemeldet, diese hohe Zahl hat mich schon überrascht“, sagt Wierschula.

Neue Strecke geplant

Wer den Adventmarathon noch einmal mit dieser Streckenführung laufen möchte, sollte dies am Samstag tun, denn die Organisatoren basteln an einem neuen Verlauf. „Es gibt einige gefährliche Stellen, etwa die Überquerung der B450 hinter Braunsen, die wir gern entschärfen möchten, aber es ist noch nicht klar, ob wir das bis zum kommenden Jahr auch schaffen werden“, erzählt Wierschula. Er selbst hat auch einen Wunsch für die neue Strecke. „Es wäre toll, wenn die Sportler am Arolser Schloss vorbeilaufen würden, aber dieser Wunsch lässt sich wohl nur sehr schwer erfüllen.“ Nur eins weiß Wierschula über den neuen Streckenverlauf bereits jetzt: „Der Adventsmarathon am Twistesee wird nie zu einem Zwei-Runden-Kurs degradiert.“ (rsm)

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