Tennis-Herren mit fast historischem Erfolg 

TC Sachsenhausen steigt in die Gruppenliga auf 

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Zeigen weiß auf rot, was sie sportlich erreicht haben: Jeremias Tent, Steven Seidler, André Dämmer und Steffen Henckel (von links), Gruppenliga-Aufsteiger des TC Sachsenhausen.

Sachsenhausen. Die Feier ging bis gegen Mitternacht. Zu bejubeln gab es beim TC Sachsenhausen ein Ereignis, das seit Ewigkeiten im Waldeck-Frankenberger Tennis nicht mehr stattgefunden hat: den Aufstieg einer Herren-Mannschaft in die Gruppenliga.

Den Coup mit Seltenheitswert landeten André Dämmer, Jeremias Tent, Steven Seidler und Steffen Henckel. Als Aufsteiger war das Quartett in die Bezirksoberliga-Runde gestartet, als strahlender Meister mit blütenweißer Weste verlässt es sie. „Dass wir so dominant mit 14:0 Punkten sein und so deutliche Siege holen würden, damit hatten wir nicht gerechnet“, sagt Dämmer, Nummer eins und erfahrenster Spieler im Team. Ziel war ein Platz unter den besten drei.

Als letzter Gegner bekam am Sonntag Blau-Weiß Kassel die Sachsenhäuser Lust am Erfolg zu spüren – die Mannschaft, die der TC 88 zusammen mit dem TC Rengshausen als Rivalen eingeschätzt hatte. Echte Konkurrenz waren sie bei jeweils vier Punkten Rückstand am Ende nicht, die Begegnung endete 5:1.

Stark genug für die Landesebene

Die strahlende Liga-Bilanz ermutigt die Meister, im nächsten Jahr „zu schauen, was die Südhessen so drauf haben“, wie Dämmer schmunzelnd sagt. „Wir glauben daran, dass wir auf Landesebene so mithalten können, dass der Klassenerhalt zu schaffen ist.“ Das Quartett geht gemeinsam in die Gruppenliga, niemand verlässt den Club, Neuzugänge sind auch nicht im Blick.

Die finale Begegnung ging vor einer stattlichen Zuschauerkulisse und in besonderer Atmosphäre in Sachsenhausen über die Bühne. Ein wenig enttäuscht war, wenn überhaupt, Steffen Henckel. Im Duell der besten „Vierer“ der Klasse unterlag er mit 4:6, 2:6 dem ungeschlagenen Dennis Sheperd – seine einzige Einzelniederlage dieser Runde.

Steven Seidler ohne Makel im Einzel

Für den Ausgleich sorgte Jeremias Tent. Der Jüngste im Team musste gegen Ingo Pfeffer zwar in die „Verlängerung“, dominierte diese aberund punktete mit 6:1, 3:6, 6:1. Ganz ohne Verlust eines Einzels beendete Steven Seidler die Saison. Mit dem 6:2, 6:2 gegen Lukas Löber schraubte der Neuzugang vom TC Twistetal seine Bilanz an Position drei auf 7:0 Siege.

„Ein schönes Highlight für mich“, so urteilte Dämmer über seinen Zweisatzerfolg gegen Fabian Stondzik. Der Kasseler ist zwei Leistungsklassen höher eingestuft als die Sachsenhäuser Nummer eins, hatte aber bei dessen 6:1, 6:2 keine Chance. Dämmer zeigte, dass er nach Schulterverletzung und zwei Niederlagen in der ersten Saisonhälfte wieder zu alter Leistungsstärke zurückgefunden hat.

Nicht ein Doppel verloren

Im Doppel wurden er und Henckel noch einmal bis an ihre Grenzen gefordert. Nachdem Tent/Seidler mit 6:4, 6:0 gegen Pfeffer/Löber das zweite Doppel nach Hause gebracht hatten, erkämpften ihre Kollegen in dem extra-spannenden Match gegen Stondzik/Sheperd den fünften Punkt. 

„Das war mit Abstand das stärkste gegnerische Doppel in dieser Runde“, so Dämmer. Mit dem mit 6:4, 4:6, 7:6-Sieg rundeten er und Henckel eine klasse Bilanz ab: Der TC 88 ist Meister ohne einzige Niederlage im Doppel.

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