Tennis-Männer-Quartett gelingt besonderer Erfolg im Kreis

Verbandsliga-Aufstieg: TC Sachsenhausen betritt Neuland

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Gespannt auf das „Abenteuer“ Verbandsliga: Die Tennis-Herren des TC Sachsenhausen (von links) Steffen Henckel, Steven Seidler, Jeremias Tent und André Dämmer. 

Die vergangene Saison ist schon mehr als ein halbes Jahr beendet. Erst jetzt darf sich der TC Sachsenhausen aber über einen seltenen Aufstieg freuen.

Sachsenhausen – Andre Dämmer, Steffen Henckel, Steven Seidler und Jeremias Tent haben etwas Besonderes geschafft: Das Quartett vom Tennisclub Sachsenhausen steigt in die Verbandsliga auf. So hoch hat bisher noch nie ein Männerteam in der Aktivenklasse (Männer 1) aus dem Waldecker Land Tennis gespielt. Und es ist für diese Mannschaft der dritte Aufstieg in Folge.

Der jüngste war nicht sofort nach Saisonschluss sicher, weil das Team in der abgelaufenen Gruppenliga-Spielzeit hinter BW Zeppelinheim Zweiter geworden war und noch abwarten musste, ob sie als bester Zweiter mit nach oben dürfen. So gab es für die vier Sachsenhäuser eine verspätete Aufstiegsfeier.

Ob der Saisonstart am 10. Mai gegen Pfungstadt klappt hängt auch vom weiteren Corona-Verlauf ab. Der Virus durchkreuzt natürlich auch alle Pläne der vier Tennisspieler.

"Trainingslager wohl stornieren"

„Das einwöchige Trainingslager in Wien Ende April werden wir wohl stornieren müssen“, sagt Dämmer. So schlägt sich momentan jeder so gut es geht allein durch die Trainingspläne. Stichwort: individuelles Fitnesstraining. Das ist bei dem Sachsenhäuser Team nicht so ungewöhnlich, denn der gebürtige Sachsenhäuser Tent wohnt in Göttingen, Seidler in Twiste, Henckel in Adorf und Dämmer in Brilon.

Jeder trainiert allein und einmal pro Woche spielen sie gemeinsam in der Halle in Korbach. Sie haben zwar keinen Trainer und doch drei Trainer im Team.

Dämmer, Seidler und Tent besitzen die DTB-Übungsleiterlizenz. Die Vier haben daher genug Knowhow für das Spiel mit dem Filzball und sie wissen natürlich, was in der Verbandsliga auf sie zu kommen wird. Das sei sportlich noch einmal ein deutlicher Sprung nach oben, sagt Dämmer. „Deshalb müssen wir körperlich noch zulegen, wenn wir da mithalten wollen, konditionell und auch läuferisch“, betont die Nummer eins des TCS. In der neuen Liga treffen die Waldecker Amateure auch schon mal auf einen Gegner, der schon Erfahrungen bei den Profis gesammelt hat.

Für die weiten Fahrten zu den Auswärtsspielen stellt der Verein ihnen einen Kleinbus zur Verfügung, in dem auch Platz für drei bis vier Fans sein wird. Ansonsten zahlen die Vier das „Abenteuer“ Verbandsliga aus der eigenen Tasche. Sie beklagen sich nicht darüber, sondern: Das ist es ihnen wert. „Wir sind vermutlich die einzige Mannschaft in dieser Liga, die ohne Geld auskommt.“  (rsm)

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