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Tenniskreis: Emde ist jetzt Ehrenvorsitzender

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Von: Gerhard Menkel

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Karl-Friedrich Emde, neben ihm seine Frau Petra, beide umringen (von links) Timo Geiser (Jugendausschuss), Kassenwart Dino Schreiner, Sportwart Alessandro Salviati und Schriftführer Michael Spangenberg.
Jetzt hat er es schwarz auf weiß: Karl-Friedrich Emde mit der Urkunde, die ihn als Ehrenkreisvorsitzenden ausweist. Neben ihm seine Frau Petra, beide umringen aus dem Vorstand (von links) Timo Geiser (Jugendausschuss), Kassenwart Dino Schreiner, Sportwart Alessandro Salviati und Schriftführer Michael Spangenberg. © Gerhard Menkel

Karl-Friedrich Emde hatte als Vorsitzender des Tenniskreises Waldeck-Frankenberg im Frühjahr nicht wieder kandidiert. Jetzt konnte er gebührend verabschiedet werden.

Bad Wildungen – Als Emde als Sportwart Karl Oppermann beerbte, beschied ihn sein Vorgänger, er habe das 24 Jahre lang gemacht. Schon eine Nummer. Emde war wohl beeindruckt, verzagt war er nicht. Er sollte es am Ende auf 21 Jahre im Kreisvorstand bringen, davon zehn Jahre ganz vorn an der Spitze. Ebenfalls eine Nummer.

Jetzt ist er im Ehrenamts-Ruhestand, die ehemaligen Kollegen verabschiedeten den Sachsenhäuser am Samstag am Rande der Kreismeisterschaften der Jugend in Bad Wildungen mit kleinem Bahnhof.

„Danke für die vielen gemeinsamen Jahre im Tenniskreis-Vorstand, danke für Einsatz und Engagement“, sagte Dino Schreiner. Dem Kassenwart kam als jetzt dienstältestem Mitglied im Führungsgremium nach Emdes Ausscheiden die Aufgabe der Würdigung zu.

Emdes Posten ist seit dem Frühjahr verwaist

Eigentlich wäre die Mitgliederversammlung im Frühjahr die passende Bühne dafür gewesen. Doch Emde war erkrankt und konnte seine letzte Sitzung nicht leiten – sachlich, ruhig, mit sanfter Ironie, so hatte er es immer gehalten, ob bei den Sitzungen in Präsenz oder online.

Dass er sein Amt abgeben würde, hatte der 67-Jährige ein Jahr vorher angekündigt. Ob sie es nicht so richtig wahrhaben wollten? Einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin fand der Fachverband mit seinen mehr als 2600 Mitgliedern jedenfalls nicht. Die Aufgaben seien auf die anderen Vorstände verteilt worden, sagte Schreiner.

Engagiert auch bei der Rettung der Tennishallen

Der Hatzfelder würdigte Emde als „akribischen Arbeiter“ – nicht nur im Kreis, sondern auch im Bezirk Nordhessen. Hier wie da war der Sachsenhäuser als jahrelanger Leiter zahlreicher Ligen etwa der Hauptverantwortliche für reibungslose Medenrunden. Er leitete viele Turniere oder fungierte als Oberschiedsrichter, auch bei den Titelkämpfen der Jugend, die am Wochenende erstmals nach mehr als einem Jahrzehnt ohne den „Chef“ stattfanden. Schreiner wies außerdem auf die aktive Rolle Emdes bei der Rettung der Tennishallen in Korbach und Frankenau hin. „Das ist Dir gut gelungen“, sagte er.

Die Vorstandskollegen hatten überlegt, wie sie Emde für seine Verdienste ehren sollten. Gar nicht mal einfach. Er habe an offiziellen Ehrungen schon alles, sagte Schriftführer Michael Spangenberg. In Bad Wildungen überreichten er und Schreiner Gutschein, Wein und Wurst – und eine besondere Urkunde: die Ernennung Emdes zum Ehrenkreisvorsitzenden. Das hatte die Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen.

Eine Überraschung für Emde, den seine Frau Petra begleitete, ebenso wie ihr Mann immer beim TC Sachsenhausen aktiv mit Racket und Ball. „Diese Kunde erreicht mich zum ersten Mal, ich freue mich“, sagte Emde, dem es gesundheitlich wieder gut geht, auch wenn er Tennis nicht mehr spielen kann. Er hatte sich im vergangene Jahr aus allen Tennisgremien zurückgezogen, den Abschied im Frühjahr im Kreis bezeichnete er als „letzten Schritt der vielen Abschiedsschritte“.

Mit Emde hatte auch Jugendwart André Dämmer seinen Rückzug vom Amt erklärt, das er im Jahr 2010 angetreten hatte. Für ihn fand sich Eva-Maria Zürker (TC Korbach) als Nachfolgerin.

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