Gemischte Gefühle beim SV Rennertehausen II und beim TSV Wetterburg 

Tischtennis-Finale: Lieber Vize als Meister?

Ungeschlagen ins Topspiel: Michaela Marek-Oehl und Regina Meier Nummer zwei und eins beim TSV Wetterburg. Foto: malafo/Archiv

Rennertehausen. Hopp oder top, Meisterschaft oder Relegation: In einem echten Endspiel machen an diesem Freitag die Tischtennis-Spielerinnen des SV Rennertehausen II und des TSV Wetterburg den Titel in der Bezirksliga unter sich aus. Beide Teams sehen der Partie mit gemischten Gefühlen entgegen.

Anlass dafür ist die neue Pflicht zum Aufstieg. Beim SVR sieht man sich als Nummer drei der Liga. „Wir sind von der Entwicklung überrascht worden“, sagt Erika Dahmer, Nummer zwei des SVR. Sie und ihre Kolleginnen bezwangen vor einer Woche ziemlich unerwartet mit 8:5 den FV Breidenbach und lösten den Gegner als Tabellenführer ab. Die Bezirksoberliga traut man sich in Rennertehausen schlicht nicht zu; die weiteren Fahrten laden ebenfalls nicht gerade ein.

"Drei wollen, zwei sind skeptisch" 

Beim TSV möchten nicht alle Spielerinnen aufsteigen. „Drei wollen, zwei sind skeptisch“, erzählt Wetterburgs Teamchefin Petra Ullrich. Die Skeptikerinnen führen ebenfalls vor allem die weiteren Fahrten ins Feld; sportlich hätte der TSV das Zeug zur Bezirksoberliga, jedenfalls bei komplettem Kader.

Dennoch verzichteten die Waldeckerinnen im Vorjahr auf den Gang in die höhere Klasse. Mittlerweile erlaubt der Verband jedoch ein Nein nicht mehr. Die Wettspielordnung ist da eindeutig: „Die Mannschaften einer Spielklasse mit Recht auf den Direktaufstieg sind zum Direktaufstieg verpflichtet“, heißt es da. Laut Kreissportwart Harald Ludwig wird das jeweilige Team vom Verband in der neuen Saison automatisch in der höheren Liga eingeteilt.

So oder so: „Wir werden schon volle Pulle spielen“, verspricht Petra Ullrich. Auch Erika Dahmer versichert: „Es wird keine Absprachen geben, wir werden ganz vernünftig spielen.“

TSV mit Meier als Favorit 

Rennertehausen (vier Minuspunkte) wäre bei einem Unentschieden (wie im Hinspiel) Meister, die Gäste (fünf) müssen gewinnen, wenn sie den Titel haben wollen. Anders als in der eigenen Halle kann Regina Meier, die Wetterburger Nummer eins mit einer Saisonbilanz von 17:1-Siegen,  morgen mit von der Partie sein. „Mein aktueller Stand ist, dass wir in Bestbesetzung antreten“, sagt Petra Ullrich.

Die Gäste gehen deshalb leicht favorisiert an die Tische – glaubt auch Ullrich: „Die Spiele gegen Rennertehausen sind zwar immer sehr eng, in bester Besetzung würde ich uns aber ein bisschen vorn sehen.“ Die Richtung dürften gleich die Doppel vorgeben. Beim TSV haben sowohl Saadia Kniwel und Regina Meier als auch Michaela Marek-Oehl und Regina Meier in dieser Saison als Duo noch nicht eine Partie abgegeben. Der SVR setzt die stolze 10:1-Bilanz von Erika Dahmer/Karin Liß dagegen.

Gefeiert wird, so oder so

Egal, wer am Ende Meister und wer Vize sind wird: „Eine Feier gibt es auf jeden Fall“, sagt Ullrich. Die Spielerinnen beide Vereine kennen sich seit Jahren und verstehen sich gut. Die Rennertehäuserin Dahmer verrät: „Wir haben schon einen Tisch bestellt.“ Weil die Spielerinnen nach dem Duell auf jeden Fall noch zusammensitzen und auch ein Glas Sekt trinken möchten, haben sie den Beginn der Begegnung auf 19 Uhr vorgezogen.

Schon das Hinspiel zeigte, wie freundschaftlich man nach dem Sport miteinander umgeht. Die Wetterburgerinnen hatten Pizza bestellt. Diese wurde weit vor den letzten Ballwechseln angeliefert. Also unterbrachen die Teams die Begegnung und aßen erst mal. Danach ging’s volle Pulle weiter. (mn)

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