Bezirksliga: Korbach und Adorf wollen "Klassenerhalt plus X"

Start in Tischtennis-Saison: Zwei Frauenteams in Bezirksoberliga

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Führen das Vöhler Damenteam in der Bezirksoberliga an: Anne Maier (links) und Marina Morozov. 

Waldeck-Frankenberg – In der kommenden Woche geht's wieder an die Platte: Für Waldeck-Frankenbergs Tischtennisspieler startet die Saison – mit Kreisligen und Kreisklassen schon am Montag, mit den anderen Spielklassen Ende der Woche.

Das Ligageschehen mit heimischer Beteiligung zieht sich unverändert von der Hessenliga (Damen) bis hinunter in die 3. Kreisklasse. Einen Überblick gibt es bei uns.

Ranghöchste Waldecker Mannschaften sind bei den Männern der TTV Korbach und der VfL Adorf, die in der Bezirksliga antreten, sowie die Frauen des TSV Vöhl und des TSV Wetterburg in der Bezirksoberliga.

Bezirksoberliga Damen

Erstmals seit Jahren gehen in der Bezirksoberliga der Damen zwei Mannschaften aus dem heimischen Kreis an den Start. Für den Abstieg zu gut; für den Aufstieg nicht gut genug – wird das das Motto desTSV Vöhl, der als Meister der Bezirksliga zum zweiten Mal in Folge aufgestiegen ist?

„Noch ein Aufstieg wird’s wohl nicht“, sagt Anne Maier, die sich mit dem TSV-Team darauf einstellen will, dass die Begegnungen nun länger dauern und enger werden. Maria Lange (ehemals Draude), Marina Morozov und Lena Jahn gehören außerdem zu der vor allem auf den Positionen eins bis drei sehr gut aufgestellten Vöhler Mannschaft, die jetzt in der Klasse angekommen ist, „in die wir spielerisch wohl auch hingehören“, so Maier. „Wir sind kein Favorit, aber auch kein Abstiegskandidat“ umreißt sie die Aussichten für die Saison, in der gleich zum Auftakt beim Titelkandidaten Richelsdorf II (14. September) ein Härtetest ansteht. 

Der TSV Wetterburg wäre eigentlich, zumal er als erfahrenes Teams gilt, ebenfalls ein Kandidat für eine ruhige Saison unweit der vorderen Tabellenplätze. Doch die Nordwaldeckerinnen, die am 22. September bei der TTG Morschen-Heina II starten, müssen umstellen, da Spitzenspielerin Regina Meier kürzertreten will und nur bei personellen Engpässen spielt. 

Muss ins kalte Wasser: Hannah Marek, neu beim TSV Wetterburg.

So rutschten Michaela Marek-Oehl, Saadia Kniwel und Petra Ullrich eine Position hoch, „was die Saison natürlich schwieriger macht“, wie Marek-Oehl weiß. „Unser Ziel ist deshalb nichts anderes als der Klassenerhalt, wir hoffen, dass wir nicht bis zum Ende zittern müssen“, sagt sie. Isabell Vossler steht ebenfalls für Team parat, an Position vier wird aber Hannah Marek spielen. 

Die Nachwuchsspielerin wechselte vom TSV Herbsen ins Team ihrer Mutter. „Gleich Bezirksoberliga zu spielen, wird natürlich eine Herausforderung für sie“, sagt Michaela Marek-Oehl, die den TSV Vöhl als Geheimfavorit betrachtet.

Bezirksliga Männer

Während eine Liga weiter oben nur noch der Süden des Kreises die heimischen Farben vertritt, ist der Altkreis Waldeck doppelt in der Bezirksliga der Herren vertreten. Außerdem ist der TTC Ederbergland II mit dabei. Für den Aufsteiger dürfte die Saison schwieriger werden als für die beiden Nordkreis-Teams. Denn am Ende müssen vier Mannschaften absteigen. 

Nicht dazu gehören will der VfL Adorf, der aus der Bezirksoberliga wieder absteigen musste. Die Mannschaft an sich ist sehr ausgeglichen, auch wenn die Nummer vier der Vorsaison, Leon Wiskemann, studienbedingt nach Mainz wechselte. „Das trifft uns hart“, sagt Kapitän Ralf Zauner, neben dem Simon Hartmann, Alex Saam, Axel Bumke, Heiko Grebe und Timo Nowitzki spielen. 

Zauner weiß:Spieltage, an denen alle zur Verfügung stehen, werden eine Rarität sein. „Unsere Gegner tragen ihre Heimspiele fast alle freitags aus, da ist Bestbesetzung mit unseren Schichtarbeitern schwierig“, erklärt Zauner, der sich freut, selbst wieder beschwerdefrei mitwirken zu können. Was ist drin angesichts dessen: „Aufsteigen werden wir nicht“, so Zauner. „Absteigen aber auch nicht.“ 

Beim TTV Korbach ist die Lage ähnlich. Ambitionen in Sachen Aufstieg sind kein Thema, ins untere Drittel will das teilweise neue Team um Andreas Boltner auch nicht rutschen. Wir wollen frühzeitig die Gewissheit, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben und hoffen, dass es nicht so schwer wie letzte Saison wird, ein gutes Team aufzustellen“, sagt der TTV-Kapitän, der eine gute Stimmung im Vorfeld ausgemacht hat.

Die Nummer eins, Hendrik Osterhold, spielt auch diese Saison nicht jede Woche. Hinter Peter Debus, Thomas Rein, Andreas Boltner und Christian Landau käme dann Stefan Ost auf Position fünf zum Einsatz. „Er war der beste Mann in Lengefeld und sucht nach dem Abstieg eine neue Herausforderung“, so Boltner über den Neuzugang. Auch von Timo Beumker als Ersatzmann verspricht er sich einiges.

Recht ausgeglichen sind die Mannschaften in den „mittleren“ Ligen des Landkreises. Dort kommt es im Titelkampf auch (wieder) darauf an, wie die Teams zu dieser Frage stehen: Will überhaupt jemand aufsteigen? 

Bezirksklasse Herren 

Wie fast jedes Jahr zählt der TSV Wetterburg in der Bezirksklasse Herren zu den Favoriten. Bezirksliga-Absteiger TSV Ernsthausen will den Nordwaldeckern den Schneid abkaufen und peilt den sofortigen Wiederaufstieg an. Der TTV Korbach II ist sehr ausgeglichen aufgestellt und dürfte am Ende im vorderen Mittelfeld anzutreffen sein, während Neuling TSV Herbsen sich den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben hat. 

Jetzt mit Herbsen in der Bezirksklasse: Sebastian Bick.

Der TuS Helsen, in der vorigen Saison überraschend gut, will die Leistungen des Vorjahres wiederholen, weiß aber, das der „Aufsteigerbonus“ weg ist. Der TSV Bromskirchen hat sich mit Felix Deschamps (Köln) entscheidend verstärkt und könnte am Ende der „Hecht im Karpfenteich“ sein. Reddighausen und Kellerwald II scheinen gleich stark zu sein – wohin der Weg führt, hängt wohl vom Saisonstart ab. Das gilt auch für Rosenthal-Gemünden und Frankenberg. 

Kreisliga Nord 

Eine Prognose scheint gewagt. Mit Absteiger TSV Lengefeld, dem TV Lelbach und Adorf II bewerben sich drei Mannschaften um Meisterehren. Viel wird davon abhängen, ob die Favoriten stets in Bestbesetzung antreten können. Um den Klassenerhalt werden die Aufsteiger Lengefeld II und Helsen III kämpfen. (schä/pcz)

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