Deutsche Skilanglaufmeisterschaften in Willingen

Titel für Wenzl und Anger

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- Willingen (ni). Josef Wenzl wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Dagegen überraschte Lucia Anger auch sich selbst ein wenig als neue deutsche Skilanglaufmeisterin im Sprint.

Schon im Prolog hatte Wenzl seine Favoritenrolle untermauert. Weil nur acht Herren am Start waren, ging es auf den 1300 m rund ums Willinger Biathlon-Stadion am Roth gleich um die Startaufstellung fürs Halbfinale. Der Zwieseler lief allein gegen die Uhr 3:00,44 Minuten und hatte damit 3,44 Sekunden Vorsprung vor Daniel Heun von der SKG Gersfeld. Dritter wurde Oliver Wünsch (SV Großwaltersdorf, 5,73 zurück).

Das Trio erreichte unter den Augen der wenigen, vielleicht 300 Zuschauer problemlos das Finale der besten sechs. Dort legte WenzI einen Blitzstart hin, nachdem er im Halbfinale im Anstieg gestürzt war. „Ich wollte dem Gewusel aus dem Weg gehen“, beschrieb er seine aggressivere Taktik. Auch als der spätere Rangzweite Wünsch vorbeizog, blieb Wenzl ruhig, ruhte sich im Windschatten etwas aus. „Ich wusste, dass ich auf den letzten Metern richtig schnell sein kann“, glitt der 26-Jährige aus dem Bayrischen Wald, der 2007 schon einmal einen Weltcup gewonnen hat, im Ausfallschritt als Erster über die Ziellinie.

Lucia Anger, die bei den Damen überraschend Hanna Kolb (TSV Buchenberg) auf Platz zwei verwiesen hatte, dem Sprint im Rahmen der Tour de Ski am 2. Januar entgegen. „Ich freue mich, dass ich daheim im Weltcup laufen darf“, meinte die 19-jährige Oberstdorferin. „Dort will ich unter die besten 30 kommen.“ In Willingen stand sie ganz oben auf dem Podest, „das hatte ich erhofft, aber eigentlich nicht damit gerechnet“.

Die deutschen Meisterschaften gehen am Mittwoch mit dem Teamsprint zu Ende. Um 9.30 Uhr starten die Rennen in freier Technik. Bereits ab 11 Uhr sind die Finalläufe, um 12 Uhr ist die Siegerehrung in der EWF-Arena.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 29. Dezember.

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