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Titelverteidiger des E-Soccer-Cups startet mit Sieg in die neue Runde

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Selbstverdientes Trikot: Mit einem Teil der Siegprämie vom letztjährigen E-Soccer-Turnier hat die Mannschaft der SG Adorf/Vasbeck ihr eigenes Trikot gekauft. Das Team um (v.l.) Justin Gerold, Julian Kesting, Bastian Scholz und Justin Thiel gewann ihr Auftaktspiel gegen den TSV Rosenthal mit 2:1.
Selbstverdientes Trikot: Mit einem Teil der Siegprämie vom letztjährigen E-Soccer-Turnier hat die Mannschaft der SG Adorf/Vasbeck ihr eigenes Trikot gekauft. Das Team um (v.l.) Justin Gerold, Julian Kesting, Bastian Scholz und Justin Thiel gewann ihr Auftaktspiel gegen den TSV Rosenthal mit 2:1. © pr

Der Titelverteidiger des E-Soccer-Cups ist auf den ersten Blick gar nicht mehr zu erkennen. Das Siegerteam von der JSG Diemelsee/Upland tritt bei der zweiten Auflage dieses Turniers, die am Wochenende begann, für die SG Adorf/Vasbeck an.

Korbach – Wie kam es zu diesem Transfer? „Unsere B-Jugend-Mannschaft wurde aufgelöst, und so sind einige Spieler zur JSG Adorf/Vasbeck gewechselt“, sagt Julian Kesting.

Der Gymnasiast ist weiterhin der Kapitän des E-Soccer-Quartetts mit Bastian Scholz, Justin Gerold und dem Neuling Justin Thiel, der für Miguel Dessel eingesprungen ist. Sie besiegten im letztjährigen Finale den TSV Strothe und holten sich die 800 Euro Siegprämie.

Einen Teil des Geldes investierten die vier Jugendlichen in ihren neuen Verein, sie spendeten ihrer B-Jugend- Mannschaft einen Trikotsatz, und vermutlich gibt es bundesweit kaum einen Verein, bei dem die Spieler ihre Hemden selbst gesponsert haben.

Auftaktsieg mit zwei Golden Goals

Eins hat sich allerdings an dieser Mannschaft nicht verändert: Sie setzt ihre Siegesserie fort. Mit 2:1 schlug sie am ersten Spieltag den TSV Rosenthal. Dabei ist das Team aber nur knapp einer Niederlage entgangen.

Während Julian Kesting gegen Jona Hiepe mit zwei späten Toren mit 3:1 gewann, mussten die beiden anderen Spieler in die Verlängerung. Bastian Scholz erzielte das Golden Goal gegen Adrian Hiepe zum 3:2, aber Justin Gerhold hatte nicht das Glück des letzten Treffers und verlor 2:3 gegen Steven Schellenberg.

Für einen Titelverteidiger ist es meist nicht mehr möglich, so lockerleicht und unbeschwert aufzutreten, wie er es einmal getan hat. Meist spornt ein Spiel gegen den Vorjahressieger auch den Gegner zusätzlich an. All diese Aspekte hätten er und seine Teamgefährten bei ihren Spielen auch ein wenig gespürt, gibt Kesting zu. „Unsere Rolle hat sich durch den Sieg natürlich verändert, wir sind im vergangenen Jahr ohne Ansprüche ins Turnier gegangen, das ist jetzt anders.“ Es sei schon toll gewesen zu sehen, wie der Verein und auch andere Leute hinter uns gestanden hätten. „Das spornt an, erhöht aber auch den Druck, aber gerade den wollen wir uns nicht machen.“

Ihre Konkurrenz wird es auch gern hören, dass der Titelverteidiger keine weiteren Turniere in diesem Jahr gespielt oder stundenlange Trainingseinheiten hinter sich hat. „Im Sommer waren wir selbst mehr auf dem Sportplatz als vor der Konsole“, erzählt Kesting.

Natürlich muss ein Gewinner auch das Glück auf seiner Seite haben. Die Verbindung zwischen Können und Fortuna werde im E-Soccer noch mehr benötigt als im echten Fußball, vermutet der SG-Kapitän. „Ich glaube, hier können mehr Dinge passieren, die man nicht voraussehen kann.“

Keine Kontrolle bei Ping-Pong-Aktionen

So gebe es bei dem Fifa-Spiel sogenannte Ping-Pong-Aktionen, bei denen der Ball irgendwo hinfliege, darauf habe ein Spieler dann keinen Einfluss mehr, im echten Fußball könne man die Richtung des Balles besser kontrollieren.

Kesting & Co beschäftigen sich aber schon mit Veränderungen (Patch), die das jährlich neu erscheinende Fifa-Spiel im Gepäck hat. Die sollte man auch trainieren, meint der Kapitän, betont aber: „Es gibt auch einige Tricks, die sind zu kompliziert, um sie im Spiel anzuwenden. Man muss nicht alle Tricks beherrschen, um gut zu sein.“

Es komme auch darauf an, dass man eine Mannschaft und jene virtuellen Kicker auswählt, die zum eigenen Spielstil passten. Jeder Spieler sollte sich daher fragen: Was kann ich, was brauche ich und wer gibt mir das?

Den Wolves treu geblieben

Kesting ist dem englischen Club Wolverhampton Wanderers treu geblieben. Es setzt auf viele Außenverteidiger, weil die in diesem 90er-Modus relativ gute Werte im Tempo- und Defensivbereich mitbringen. Dadurch verfüge er über eine schnelle Innenverteidigung.

Davor setzt er einen Sechser und vorn bewegliche Angreifer und einen bulligen Stürmer, der kann sich auch bei schwächeren Werten gegen einen Verteidiger durchsetzen.

Nach Ansicht von Kesting gilt eine Weisheit aus dem richtigen Fußball nicht im E-Soccer: Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften. Daddel-Kicker denken viel offensiver. (rsm)

Ergebnisse des ersten 1. Spieltags:

Gruppe 1
SG Adorf/Vasbeck I - TSV Rosenthal 2:1 (Einzelspiele 3:1, 2:2/1:0 GG, 2:2/0:1 GG); SG Bad Wildungen/Friedrichstein - SV Reddighausen 2:1 (Einzelspiele: 3:8, 9:0, 5:1); TSV Bottendorf - TuS Hesperinghausen 1:2 (Einzelspiele: 2:5, 3:2, 1:2).

Gruppe 2
TSV Strothe - SG Eder 3:0 (Einzelspiele: 2:1, 6:3, 3:3/1:0 GG); JSG Altefeld - SG Adorf/Vasbeck II 3:0 (Einzelspiele: 4:3, 9:1, 3:2); TSV Bottendorf II - TSV Frankenau 1:2 (Einzelspiele: 1:4, 1:4, 4:3).

Gruppe 3
TSV Gemünden - TSV Roda 3:0 (Einzelergebnisse: 5:2, 5:1, 14:3); TV Külte - TuS Bad Arolsen 2:1 (Einzelergebnisse: 3:3/1:0 GG, 3:6, 2:1); JSG Altefeld II - TSV Dodenau 2:1 (Einzelergebnisse: 1:6, 5:1, 1:1/1:0 GG).

Der 2. Spieltag wird vom 7. bis 9. Januar 2022. ausgetragen

Gruppe 1:
TuS Hesperinghausen - SG Bad Wildungen/Friedrichstein, TSV Rosenthal - TSV Bottendorf, SV Reddighausen - SG Adorf/Vasbeck

Gruppe 2
TSV Frankenau - JSG Altefeld I, SG Eder - TSV Bottendorf II, SG Adorf/Vasbeck II - TSV Strothe.

Gruppe 3
TSV Dodenau - TV Külte, TSV Roda - JSG Altefeld II, TuS Bad Arolsen - TSV Gemünden.

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