Biathlon: Nadine Hochler beim IBU-Cup Siegerin und Dritte

Mit Topleistung zurückgemeldet

Konzentriert zu zwei Podiumsplätzen: Nadine Horchler überzeugte beim IBU-Cup in Ridnaun.
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Konzentriert zu zwei Podiumsplätzen: Nadine Horchler überzeugte beim IBU-Cup in Ridnaun.

Ridnaun - Sie wollte es nach den durchwachsenen Weltcup-Rennen in Oberhof allen beweisen - und das hat sie geschafft: Biathletin Nadine Horchler überzeugte beim IBU-Cup im italienischen Ridnaun. Ob sie dadurch noch eine Olympia-Chance hat?

Für Nadine Horchler war es ein perfektes Wochenende - zumindest fast: Der letzte der zehn Schüsse beim 7,5-Kilometer-Sprint am Sonntag fand sein Ziel nicht. „Das war der Siegschuss“, wusste die 27-Jährige. Hätte sie getroffen, sie hätte später bei der Siegerehrung ganz oben auf dem Podium gestanden. So aber musste die Ottlarerin (23:04,0 Minuten) der fehlerfreien Russin Valentina Nazarova (22:38,5) sowie Vanessa Hinz (22:56,6/ein Fehler) den Vortritt lassen. „Mit null Fehlern hätte ich gewonnen. Das ist beruhigend zu sehen“, kommentierte Horchler ihre starke Laufleistung.

Auch am Samstag war Horchler schnell unterwegs, beim Einzelrennen über 15 Kilometer hatte sie zudem 20 Mal getroffen. In 49:08,4 Minuten gewann sie deutlich vor der Norwegerin Marte Olsbu (49:58,5) und der Französin JacquemineBaud (51:15,9) - ein Ergebnis, mit dem sie nicht gerechnet hatte: „Ich war unter der Woche sehr negativ drauf“, berichtete die Athletin vom SC Willingen, die bei ihrer Weltcup-Einsatzchance am vorherigen Wochenende in Oberhof bei zwei 29. Plätzen ihr Leistungsvermögen nicht abrufen konnte und deren Chancen auf die Olympia-Teilnahme dadurch stark gesunken sind. Ob sie deshalb nun im IBU-Cup befreit auflaufen konnte? „Nein, im Gegenteil: Ich wollte erst recht zeigen, dass ich es noch kann.“

Trotz der überzeugenden Vorstellungen: Die Chancen Horchlers auf eine Nominierung für die Olympischen Spiele bleiben gering. Andrea Henkel, Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Evi Sachenbacher-Stehle sind gesetzt. Der DSV könnte eine sechste Athletin nominieren, muss es aber nicht. Hinz, die - vor ihrem zweiten Platz im Sprint - am Samstag Sechste geworden war, könnte sich noch qualifizieren: Die 21-Jährige vom SC Schliersee bekommt in dieser Woche beim Weltcup in Antholz eine Chance, kann beim Sprint am Donnerstag und der Verfolgung am Samstag zumindest theoretisch die interne Olympia-Norm - zwei Top-15-Ränge oder eine Platzierung unter den besten acht - schaffen.

Diese Möglichkeit hat Horchler wohl nicht mehr - es sei denn, sie dürfte kurzfristig für eine andere Athletin einspringen. „Wenn ich soll, dann stehe ich parat“, sagte die Ottlarerin, die nach den Rennen in Ridnaun zunächst in ihre Wahlheimat Mittenwald gefahren ist. „Die Sachen liegen parat und das Auto ist schnell gepackt.“

Ansonsten steht für sie am nächsten Wochenende der IBU-Cup in Ruhpolding auf dem Plan.

Schwester wird 16. und 20.

Nadines Schwester Karolin Horchler, die für den WSV Clausthal-Zellerfeld startet, schoss am Sonntag einmal daneben und belegte in 24:05,2 Minuten den 20. Platz. Am Samstag hatte die 24-Jährige ebenfalls eine Scheibe schwarz gelassen und war nach 53:03,3 Minuten als 16. ins Ziel gekommen.

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