HSG-Männer knüpfen Tabellenzweiten erstmals Punkt ab

Trainer Fingerhut sieht "Oberliga-Niveau" bei Twistetals Remis gegen Hersfeld

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Kaum zu bremsen vor der Pause: Lars Fingerhut. Hier hebt er ab gegen die Hersfelder Jacob Räther (13) und Michael Krause.

Die HSG Twistetal kann TV Hersfeld. Mit dem hochverdienten 31:31 (17:16)-Remis vor 350 Zuschauern in der Mühlhäuser Mehrzweckhalle stoppten die heimischen Landesliga-Handballer den Tabellenzweiten.

VON FRANK SCHMIDT

Mühlhausen – Fünfmal am Stück hatten die Hersfelder zuletzt gegen die Twistetaler gewonnen. Die müssen auf den ersten Erfolg gegen die Osthessen nach der Rückkehr in die Liga 2017 weiter warten, verbuchten aber einen wichtigen Achtungserfolg.

Trainer Steffen Fingerhut zeigte sich sehr angetan von der Darbietung seines neuntplatzierten Teams. „Wir haben ein Spiel auf Oberliga-Niveau gesehen, im dem wir gegen das Topteam vom TV Hersfeld auf Augenhöhe agiert haben“, sagte er. 

Die Gastgeber, die mit insgesamt vier Abwehrvarianten agierten, begannen mit einer 3:2:1-Formation und liefen bis zur 14. Minute einem Ein-Tore-Rückstand hinterher. Sie steigerten sich jedoch und gingen durch Johannes Happe erstmals beim 10:9 (15. Spielminute) selbst in Führung.

Umstellung der Twistetaler Abwehr fruchtet

Nach der Umstellung auf eine 5:1-Abwehr trat die HSG kompakter auf. Angetrieben vom starken Lars Fingerhut (fünf Tore in Halbzeit eins), setzte sie sich durch Jannik Bitters 17:14 (29.) etwas ab. Diesen kleinen Vorsprung verkürzten die beiden Hersfelder Offensiv-Strategen Andreas Krause (4/2) und Lasse Reinhardt (10/3) bis zur Pause wieder auf einen Treffer.

Nach Wiederanpfiff startete das Gästeteam von Christian Weiß mit leichten Vorteilen, lag aber letztmalig durch das 20:19 von Andreas Krause (38.) in Front. Ansonsten hatte die Gastgeber in der fairen und von gegenseitigem Respekt geprägten Partie mit nur je drei Zeitstrafen meist einen kleinen Vorteil für sich. Bei Happes 30:28 in der 53. Minute schien ein doppelter Punktgewinn möglich.

Das 31:31 drei Minuten verteidigt

Als jedoch Michael Krause trotz eines zuvor von Reinhardt verworfenen Siebenmeters den erneuten Ausgleich (30:30/56.) markierte, drohte das Pendel in Richtung TVH auszuschlagen. Zumal André Krouhs Treffer zum 31:30 (56:15) der letzte Treffer der Twistetaler sein sollte.

Hersfeld ließ kein weiteres Tor mehr zu und egalisierte durch Alexander Schott zudem drei Minuten vor Abpfiff zum 31:31. Umgekehrt verteidigten die Gastgeber weiter mit viel Herzblut und verhinderten auch nach dem finalen Teamtimeout der Gäste 26 Sekunden vor Schluss den K.o. Der im Kampf um den Klassenerhalt wertvolle Punktgewinn war perfekt.

„Kämpferisch bin ich mit der Mannschaft, die einmal mehr ihre Geschlossenheit demonstriert hat, sehr zufrieden“, sagte Trainer Fingerhut, trauerte jedoch einem möglichen Erfolg hinterher: „Mit etwas mehr Struktur im Angriff in der Schlussphase wäre ein Sieg möglich gewesen.“  (fs)

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