„Für die Zukunft fit machen“ -  Externe Beratung soll Weichen stellen

TSV Korbach und VfL Bad Wildungen Projektvereine   

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Auch die Handballabteilung des TSV Korbach soll vom Projekt „Starker Sport. Starker Verein“ profitieren: Hier steht TSV-Außen Abd Alkader Altaweel (rechts) beim 33:24-Erfolg im Topspiel am vergangenen Sonntag dem Wehlheidener Tobias Geßner gegenüber. 

Korbach. Von Datenschutz bis Steuerrecht, von Mitgliedergewinnung bis Angebotsentwicklung, von Baumaßnahmen bis Übungsleiterausbildung: Die Bandbreite der Themen, mit denen sich Sportvereine heute beschäftigen müssen, steigt stetig an – auch beim TSV Korbach. „Deshalb freuen wir uns, dass wir als Projektverein im Rahmen des Projekts ,Starker Sport. Starker Verein.’ ausgewählt wurden. Von der damit verbundenen Vereinsberatung erhoffen wir uns wichtige Impulse“, sagt Andreas Boltner, Vorsitzender des Großvereins mit 2700 Mitgliedern.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt „Starker Sport. Starker Verein“ war Anfang 2018 vom Landessportbund Hessen (lsb h), dem Hessischen Turnverband und dem Hessischen Fußball-Verband (HFV) in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport ins Leben gerufen worden. Ziel ist es, die hessischen Sportvereine fit für die Zukunft zu machen.

Ochs: „Antworten finden“

Zu den über 100 Vereinen welche die Chance genutzt haben, sich bis Mitte September als „Projektverein“ zu bewerben und nun ausgewählt wurden, von einer mehrstufigen, kostenlosen Vereinsberatung zu profitieren, zählt auch der VfL Bad Wildungen. „Wir wollen unseren Verein für die Zukunft ausrichten und fit machen, weil wir uns den veränderten gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen müssen. Die Vereine werden immer mehr als Dienstleister in Anspruch genommen, während die Leute mit dem Verein oft selbst nichts mehr am Hut haben“, sagt Wolfgang Ochs. Das geschäftsführende VfL-Vorstandsmitglied hofft durch die nun erfolgende externe Beratung für seinen Verein auch Antworten zu den Themen wie den Umgang mit der demographischen Entwicklung, der Konkurrenz durch Fitnesstudios, den veränderten Bedingungen durch Ganztagesschulen und den hohen Stellenwert von Smartphones bei Jugendlichen zu finden, um damit die VfL-Mitglieder „lange zu binden“.

Ochs ist froh, dass es sein Verein in den vergangenen acht Jahren geschafft hat, die Zahl von 900 Mitgliedern in den 14 Abteilungen konstant zu halten, obwohl es jährlich teilweise eine Fluktuation von 120 Mitgliedern jährlich gab.

Spohr: „Hoffen auf Impulse“

„Wir haben uns beworben, weil sich bei uns im Verein derzeit einiges bewegt und noch weiter bewegen muss. Wir erhoffen uns wichtige Hinweise und Impulse, wie wir neue Zielgruppen erschließen, genügend Trainer und Betreuer sowie ehrenamtliche Helfer gewinnen und uns auch finanziell gesund für die Zukunft aufstellen können“, sagt Thorsten Spohr, zweiter Vorsitzender des TSV Korbach.

Bald wird der erste Austausch zwischen dem Vereinsberater und dem Projektpartner stattfinden. Bis zum Ende des Projekts 2020 werden weitere Treffen folgen. Am Ende der Projektphase im Jahr 2020 werden die Ergebnisse bei einem Projektforum vorgestellt. (jh/r)

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