Leichtathletik in Zeiten der Pandemie

TSV Twiste traut sich und lädt zum Corona-Werfertag ein

Jugendlicher vom TSV Twiste dreht sich mit Diskus im Diskuskäfig.
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Zurück zum Drehmoment: Diskuswerfen soll am 2. Juli erstmals wieder in Twiste stattfinden. Hier in Aktion (vor zwei Jahren) Steven Langendorf vom TSV.

Seit einer Woche dürfen Hessens Leichtathleten wieder Wettkämpfe veranstalten. Ein erster heimischer Verein traut sich: Der TSV Twiste lädt für den 2. Juli lädt zum Corona-Werfertag ein.

Es werde langsam Zeit, „etwas Abwechslung in das schon lange anhaltende Corona-Einerlei zu bringen“, erklärt Co-Leiterin der Leichtathletik-Abteilung, Hilma Hundertmark. „Außerdem wollen wir dazu anregen, dass auch andere Vereine etwas machen.“ Werfertage haben beim TSV lange Tradition. In Zeiten der Pandemie sind sie das bessere Format als etwa Läuferabende. Ein Werfertag lasse sich auch unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln „gut durchziehen“, sagt Hilma Hundertmark.

Ausgeschrieben sind Kugelstoßen und Diskuswerfen für alle Altersklassen. Laut dem Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) dürfen höchstens einhundert Personen auf dem Gelände, also dem Twister Sportplatz sein. Zuschauer sind nicht erlaubt. Den Zeiten geschuldet ist auch die Markierung von Coachingzonen für die Trainer. Die Regeln für den Wettkampf haben die Twister mit Alexander Mertens, Referent Wettkampfwesen des HLV und ehemaliger Läufer des TSV abgestimmt. Danach gilt:

– Sportler mit Erkältungssymptomen dürfen nicht am Wettkampf teilnehmen.

– Die Sportler werden gebeten, soweit möglich eigene Geräte mitzubringen.

– Höchstens acht Teilnehmer pro Wettkampf. Melden mehr, wird eine zweite Gruppe eingeteilt und es gibt zwei Durchläufe.

– Die Trainer dürfen sich nur in der Coachingzone aufhalten, nicht an der Wettkampfstätte.

– Die Athleten sind aufgefordert, Handwasch- und Desinfektionsmittel nach jedem Wettkampf zu benutzen. Sie sollen möglichst schon Sportkleidung erscheinen.

– Urkunden werden ausgelegt, es findet keine Siegerehrung statt.

– Verpflegung wird nicht angeboten.

Streng nehmen es die Twister mit dem Meldeschluss am Samstag, 27. Juni. „Aufgrund der Teilnehmer-Beschränkung und der ungewohnten Vorbereitungen können keine Nachmeldungen angenommen werden“, betont Hilma Hundertmark. Sie gibt auch Auskunft und nimmt die Meldungen entgegen (E-Mail: hilma.hundertmark@t-online.de, Telefon 05695-420).

Das Startgeld beträgt für Schüler und Jugendliche jeweils vier Euro, für Erwachsene sieben Euro pro Disziplin. Hilma Hundertmark bitte darum, das Startgeld möglichst passend bereut zu halten. Der Zeitplan wird aufgestellt, wenn alle Meldungen vorliegen. Beginn des Wettkampfs ist um 16 Uhr.

Läufer müssen weiter darben

Während die Werfer der Wiederaufnahme ihrer Wettkämpfe entgegensehen, haben die Läufer weiter das Nachsehen. Die LG Eder und der TSV Dodenau haben den Dodenauer Volkslauf am 12. Juli abgesagt. Bei dieser Gelegenheit sollten auch die Kreismeisterschaften im Halbmarathon ausgetragen werden.

Im Laufcup Waldeck-Frankenberg stehen damit noch fünf Läufe im Terminkalender für dieses Jahr: der Edersee-Abendlauf des TSV Hemfurth (7. August), der Schmillinghäuser Volkslauf (15. August), der Ederauen-Volkslauf des TV Bergheim (5. September), der Ederseelauf des SV Herzhausen (12. September) und der Marienhagener Ortsstraßenlauf am 3. Oktober. Laufcup-Chef Hans-Friedrich Kubat hat auch nicht ausgeschlossen, dass abgesagte Läufe im Herbst nachgeholt werden, wenn es Pandamie-Regeln erlauben.

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