Turngau zählt in Bad Arolsen rund 110 Teilnehmer - Nur Turnwettkämpfe gut besucht  

Gauturnfest: Weniger als erhofft machen mit 

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Winkt zum Abschied: Birgit Kleinschmidt, beim Bunten Rasen neben „Turni Turnfrosch“, wurde vom VfL Bad Arolsen beim Gauturnfest verabschiedet. 

Bad Arolsen. Lohnt sich der Aufwand noch? „Auf jeden Fall“, findet Hartmut Schmidke. Doch richtig zufrieden konnte der Vorsitzende des Turngaus Waldeck eigentlich nicht sein.

Rund 110 Teilnehmer bei den Wettkämpfen und Wettbewerben während des Gauturnfests am Sonntag in Bad Arolsen waren jedenfalls weniger als vom Fachverband und vom örtlichen VfL als Ausrichter erhofft.

Gut nachgefragt wurden die Wahlwettkämpfe in der Turnhalle. „Turnen war super“, sagte Schmidtke, „die Leistungen in den einzelnen Disziplinen waren sehr gut.“ Mehr als 40 Mädchen und Jugendliche gingen an die Geräte. Die höchste Punktzahl überhaupt erreichte Jasmin Säbel vom VfL Adorf. Für ihre vier Übungen an Sprung, Stufenbarren, Boden und auf dem Minitrampolin erhielt sie 43,80 Punkte und lag damit im Wettkampf der Ältesten (20 bis 24 Jahre) vor ihrer Vereinskameradin Melanie Bangel (41,85).

Auch die Leistungen der Adorfer Gerätturnerinnen Felicitas Lohof (39,75) und Sophie Röse (39,40) in der W 14/15 konnten sich sehen lassen. Einen weiteren Turnfestsieg holte Fabien Bemmann (W16/17) nach Adorf.

Vom VfL Arolsen sicherte sich Merle Weißing mit 38.90 Punkten Platz eins in der W12/13, der TSV Korbach stellte in Jule Nebe (32,25) und Lieke Kroppen (38,05) die Siegerinnen in der W8 und der W10.

Immerhin 14 Aktive beteiligten sich an den Wettkämpfen im Schwimmen und Tauchen im Arobella; Verdienst des gastgebenden Vereins mit seiner Schwimmabteilung. Die höchste Punktzahl (36,48) wies am Ende Lars Erik Hellwig (M18/19) vor. Bei den Mädchen erreichte Maya Pietschmann als beste 29,38 Zähler.

Schwache Leichtathletik

Schmidtke fand, in der Leichtathletik wären „mehr Anmeldungen wünschenswert gewesen“. Tatsächlich verzeichnet die Ergebnisliste lediglich sechs Kinder beim Laufen, Werfen und Springen, alle vom VfL Arolsen. Marie Krug schaffte mit 16,04 die höchste Punktzahl.

Ob womöglich der Wettbewerb in der Kinderleichtathletik am Samstag in Korbach Kinder von einem Start beim Turngau abhielt, wer weiß. Schmidtke verwies auf „viele parallele Veranstaltungen, auch an diesem Wochenende“. Dies bedeute, dass die Teilnehmerzahlen in einigen Bereichen rückläufige Tendenzen aufweise. „Das ist nicht nur ein Phänomen beim Turngau“, sagte er.

Abschied von Übungsleiterin Kleinschmidt

Gut angenommen wurde der „Waldecker Fitnesstest“, Jung und Alt hätten ihn gerne absolviert, so Schmidtke. Ein wenig Wehmut kam zum Auftakt des „Bunten Rasens“ auf, den Grußworte von Stadtrat Udo Jost, Sportkreis-Chef Uwe Steuber, des VfL-Vorsitzenden Michael Rohleder und von Hartmut Schmidtke eingeleitet hatten. Der Arolser VfL-Vorstand ehrte und verabschiedete Birgit Kleinschmidt nach langjähriger Tätigkeit als Übungsleiterin im Verein. Den Höhepunkt des Tages boten die Turnerinnen des VfL Adorf mit ihrer Vorführung „Schneewittchen und die sieben Zwerge“.

Das Turngau-Maskottchen „Turni Turnfrosch“ animierte die jüngsten Teilnehmer und jungen Zuschauer zu einer hübsch anzuschauenden Polonaise. Wie immer hatte ein Gottesdienst, gehalten von Prädikant Karsten Meyer, das Turnfest eröffnet. „Dafür ein großes Lob“, so Schmidtke, der zudem dem VfL Arolsen für seine vorbildliche Arbeit dankte.

Impressionen vom Gauturnfest in Bad Arolsen

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