Sieg und Niederlage für Korbach und Bad Wildungen in der Handball-Bezirksoberliga

HSG Twistetal kämpft, aber kassiert verdiente Heimniederlage

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Augen zu und durch: Nico Isenberg versucht gegen die Wanfrieder Henning Wehr (rechts) und Jochen Stradal zum Abschluss zu kommen.

Twistetal. Die HSG Twistetal hatte sich mehr ausgerechnet, musste aber doch eine verdiente 32:38-Niederlage in der Handball-Landesliga der Männer gegen den VfL Wanfried quittieren.

Die Korbacher Handballer haben das von ihrem Trainer ausgegebene Ziel erreicht und auch das letzte Spiel vor Weihnachten gewonnen – 27:22 bei der HSG Hofgeismar/Grebenstein II. Dank zuletzt drei Erfolge in Serie haben die Kreisstädter Rang drei in der Bezirksoberliga untermauert. Die HSG Bad Wildungen / Friedrichstein /Bergheim verlor gegen die HSG Baunatal II mit 27:31 und bleibt im Tabellenkeller.

Landesliga Nord Männer

Twistetal – Wanfried 32:38 (11:17). „Wir haben gut trainiert, waren motiviert und hatten nach dem 3:1 und zwei weiteren Chancen bis zur siebten Minute die Gelegenheit uns abzusetzen“, erklärte Trainer Dirk Wetekam. Dann häuften sich aber die technischen Fehler, gepaart mit nicht optimalen Abschlüssen aus dem Rückraum und einigen ausgelassenen Chancen über die Außenpositionen. 

In der Defensive fehlten auch zunehmend die Mittel gegen das kreative Kleingruppenspiel des Wanfrieder Rückraums mit dem 13-fachen Torschützen Milosavljevic am Kreis sowie den anderen Aktivposten Vladimir Djuric (11/6 Tore) und Paul Nemenco (8). Auf die letzte Führung durch Joshua Sturm 4:3 (10.) antwortete der VfL mit fünf Treffern in Folge. Die HSG ließ sich aber bis zur 29. Minute nicht abschütteln und kassierte erst in den letzten 90 Sekunden den 11:17-Pausenstand. 

Nach dem Wechsel setzten sich Gäste, die iim Abschluss kaum Schwächen zeigten auf 17:25 ab (40.). Wetekam verordnete eine offene Deckung mit der einige Ballgewinne gelangen und das Spiel eine deutliche Temposteigerung erfuhr. Die Gastgeber zeigten einmal mehr Charakter und Johannes Happe brachte sie mit seinem elften Treffer auf 32:36 heran (58.). Die Wende gelang freilich nicht mehr. 

Bezirksoberliga Männer

Hofgeismar/Grebenstein II – Korbach 22:27 (10:13). „Die Mannschaft hat die Vorgabe letztlich souverän erfüllt“, war auch Harald Meißner mit dem Auftreten seiner Mannschaft in den letzten drei Spielen zufrieden. „Sie hat nach den Niederlagen in Calden, Wesertal und Bettenhausen eine Reaktion gezeigt. Wir sind noch enger zusammengerückt“, freute sich der Korbacher Trainer. Beim Vorletzten reichten zwei jeweils starke Phasen zu Beginn der ersten und zweiten Halbzeit. Nach 15 Minuten führten die Kreisstädter mit 10:3 und alles sah nach einer souveränen Vorstellung aus. „Die restlichen 15 Minuten waren dann schlecht“, verkürzten die Gastgeber auf 10:13. 

Zur Halbzeit fielen klare Worte, die auch fruchteten. Als „bärenstark“ bezeichnete Meißner die Phase nach Wiederanpfiff. Binnen neun Minuten bauten die Korbacher den Vorsprung auf 20:12 aus. Danach schalteten die Spieler zwar wieder in den Weihnachtsmodus, der Sieg geriet aber zu keiner Zeit mehr in Gefahr.

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim – HSG Baunatal II 27:31 (16:16). Auch wenn Bad Wildungen das Jahr mit einer Niederlage beendete, ist Trainer Pascal Böcher nicht unzufrieden. „Wir verabschieden uns zwar mit einer Niederlage, wissen aber, dass wir zuletzt eine gute Leistung gezeigt haben.“ Nach dem Sieg vergangene Woche bei Eintracht Baunatal II war der Siegeswillen bei der Heimsieben groß. Der Start verlief aber nicht nach Plan, die Gastgeber verschliefen den Auftakt. Aber Bad Wildungen fing sich und die restliche Halbzeit verlief auf Augenhöhe. 

Die zweite Halbzeit sollte eine bessere Abwehrarbeit bringen, tat sie aber nicht. Eine gute Angriffsleistung konnte die weiter lustlose, völlig harmlose und lückenhafte Defensive nicht kompensieren. Nur selten stellte Bad Wildungen den Angriff der VW-Städter vor Probleme. Trotzdem waren die Gastgeber immer dran – bis zur 53. Minute. „Wir haben drei Würfe in Folge an den Innenpfosten geworfen und Baunatal konnte davon ziehen“, beschrieb Böcher die entscheidende Phase.

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